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Ein Verbändebündnis aus Kammern der Architekten und Ingenieure sowie Verbänden der Planer, der Bau- und Immobilienwirtschaft, darunter der VBI, hat ein Merkblatt als Informations- und Entscheidungshilfe zum richtigen Lüften im Wohnungsbau erarbeitet. Ziel dieser Entscheidungshilfe für Planer, Bauherr/Eigentümer und Bauausführende ist es, den Dissens zwischen Fensterlüftung und ventilatorgestützter Lüftung aufzulösen, die Entscheidungsfähigkeit der Beteiligten zu stärken und somit für Planungs- und Rechtssicherheit zu sorgen.

Streitigkeiten darüber, welche Lüftungssysteme bzw. welches Lüftungsverhalten richtig sind, münden häufig in der Frage, ob die DIN 1946-6 „Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen – Allgemeine Anforderungen, Anforderungen zur Bemessung, Ausführung und Kennzeichnung, Übergabe/Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung“ anzuwenden ist oder ein Wohngebäude unabhängig davon mit Fensterlüftung konzipiert werden kann.

Dem Merkblatt liegt eine Studie zugrunde, die von Dipl.-Ing. Architekt Stefan Horschler, Büro für Bauphysik, Hannover, vom Ingenieurbüro für Wärmetechnik Oliver Solcher, Berlin, und Rechtsanwältin Elke Schmitz, Bremen, erarbeitet wurde.

Beleuchtet werden die Grundlagen zum Lüften, das Bauordnungsrecht und weitere technische Regeln, die Auslegung der Luftvolumenströme sowie geeignete Lüftungssystem sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und haftungsrelevanten Aspekte bei Erstellung von Lüftungskonzepten. Zentrale Elemente der Studie und des Merkblattes sind eine Checkliste mit Bewertungskriterien für Wohnungslüftungssysteme und ein Schema zu den Vertragspflichten im Planungsablauf.

Im Ergebnis können alle betrachteten Lüftungssysteme – von der manuellen Fensterlüftung bis zur ventilatorgestützten Lüftung – zur Anwendung kommen. Die Entscheidung für oder gegen ein System obliegt dem Bestellenden.

Merkblatt zum Lüften im Wohnungsbau

Studie Lüften im Wohnungsbau

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Angesichts der laut Deutschem Städte- und Gemeindebund (DStGB) prekären Lage der Kommunalhaushalte hat der VBI heute in einer Presseinformation seine Unterstützung der DStGB-Forderung nach einem weiteren Coronarettungsschirm für Kommunen erklärt. In diesem Zusammenhang verweist der VBI auf seine Forderungen zur Bundestagswahl im kommenden September. Ganz vorn auf der Liste der neun VBI-Forderungen zur Bundestagswahl 2021 stehe die Aufforderung an Bundestag und Regierung, laufende und geplante Investitionen fortzuführen und dafür die coronabedingten Steuerausfälle der Kommunen komplett auszugleichen.

Der VBI schließt sich ausdrücklich der DStGB-Forderung an, angesichts der auch in in diesem Jahr ausbleibenden Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen der Kommunen einen zweiten Rettungsschirm für 2021 und 2022 durch die Bundesregierung einzurichten. Die drohende Finanzierungslücke in den kommunalen Haushalten in Höhe von sechs Milliarden Euro gefährde den gerade begonnenen Abbau des Infrastruktur-Investitionsstaus in den Städten und Gemeinden, erklärte VBI-Präsident Jörg Thiele: „Deutschland braucht jetzt dringend Kontinuität bei Sanierung und Neubau von Straßen, Schulen und kommunalen Krankenhäusern. Die im Interesse des Klimaschutzes dringende energetische Modernisierung von Rathäusern und anderen kommunalen Gebäuden muss jetzt geplant werden. Auch diese Aufgabe ist jetzt zu finanzieren und nicht erst in 20 Jahren.“

Eine weitere zentrale Forderung in dem Neun-Punkte-Papier der Ingenieurunternehmen im VBI betrifft die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, ein ebenfalls essenzielles Thema für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Außerdem setzt sich der VBI für die Modernisierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI ein. Neben der vordringlichen Anhebung der auf Preisen von vor zehn Jahren beruhenden Honorartafeln brauchen Planer und Auftraggeber an die aktuellen Rahmenbedingungen – Stichwort Digitalisierung – angepasste Leistungsbilder und Vergabeverfahren.

Filed Under: News Tagged With: Investitionen, Kommunalhaushalte, Rettungsschirm

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Am 22. April 2021 trafen sich VBI-Präsident Jörg Thiele und Bundesingenieurkammer-Präsident Dr. Heinrich Bökamp zu einem zweistündigen Austausch über die aktuellen Themen der Planerinnen und Planer. Dabei bestand Einigkeit, dass ein wichtiger Baustein zum gesamtwirtschaftlichen Aufschwung nach der Krise die Fortführung aller kommunalen Investitionsvorhaben ist. Die Gewerbesteuerausfälle müssen daher komplett ausgeglichen werden. 

Aus Sicht beider Präsidenten ist eine HOAI-Novelle nach der Bundestagswahl durch die neue Bundesregierung anzustreben. Hierbei müssen sowohl die HOAI-Leistungsbilder aktualisiert als auch die Tafelwerte angehoben werden. Dabei kann auch das vom VBI herausgegebene HOAI-Gutachten Anhaltspunkte bieten. Gleichzeitig müssen auch die Vergaben betrachtet und dem zunehmenden Preiswettbewerb entgegengewirkt werden. 

Ein weiteres wichtiges Thema des Gesprächs war der Beitrag der Planerinnen und Planer zum Klimaschutz. Hierbei könne insbesondere die Innovationskraft der Branche Wesentliches leisten. Es wurde vereinbart, den Austausch regelmäßig fortzusetzen und in den zentralen Themen der Planungswirtschaft eng zusammenzuarbeiten. 

Filed Under: News Tagged With: Bökamp, Bundestagswahl, HOAI, Klimaschutz, Thiele

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Der VBI-Bundesvorstand hat seine Forderungen zur Bundestagswahl im kommenden September in einem eigenen Papier auf den Punkt gebracht. Ganz vorn auf der Liste der neun VBI-Forderungen zur Bundestagswahl 2021 steht die Aufforderung an Bundestag und Regierung, laufende und geplante Investitionen fortzuführen und dafür coronabedingte Steuerausfälle der Kommunen komplett auszugleichen. Weitere wichtige VBI-Forderungen betreffen die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Anhebung der HOAI-Tafelwerte sowie ein einheitliches Vergaberecht.

Filed Under: News Tagged With: Bundestagswahl, Investitionen, Planungsbeschleunigung, VBI-Forderungen

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VBI-Präsident Jörg Thiele im Ingenium-Interview.

In gut einem halben Jahr ist Bundestagswahl – was erwarten Sie?

Vor allem eine rasch handlungsfähige Regierung. Eine Hängepartie, wie 2017 können wir uns in dieser Krise nicht noch einmal leisten. Dieses Mal muss es schneller und stabiler gehen. Unser Land steht vor sehr großen Herausforderungen: Wie schaffen wir den wirtschaftlichen Aufschwung, mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und wie mehr Klimaschutz, ohne die Wirtschaft zu schwächen? Dafür brauchen wir eine Bundesregierung, die Vertrauen bildet und Verlässlichkeit schafft.

Stichwort Wirtschaft, wie kommt Deutschland rasch wieder auf die Beine?

Aus meiner Sicht haben wir die Chance, aus einer wirtschaftlichen Dynamik heraus zu wachsen und so auch die Schulden wieder abzubauen. Die Forderung nach Steuererhöhungen ist Populismus. Die Wirtschaft braucht schnell Rahmenbedingungen, die zu einer wirtschaftlichen Belebung führen. Wir fordern schon lange, Überbürokratisierungen abzuschaffen und über Steuersenkungen nachzudenken. Der BDI hat im Januar ein Steuermodell vorgelegt, mit dem wir in Deutschland endlich von den im internationalen Vergleich extrem hohen Unternehmenssteuern runterkommen.

Wir brauchen eine handlungsfähige Regierung.

Was sind die spezifischen Forderungen der Planungswirtschaft nach der Coronakrise?

Unsere VBI-Umfragen zeigen immer wieder, dass rund 80 Prozent der Unternehmen bisher nur vereinzelte Auftragsstornierungen haben, aber etwa 20 Prozent mit größeren Problemen konfrontiert sind. Das ist zwar im Vergleich zu anderen Branchen weniger brisant, doch immer nur eine Momentaufnahme. Wenn die Steuerausfälle zu weniger Investitionen führen, wirkt sich das erst in etlichen Monaten in den Planungsbüros aus. Deshalb brauchen wir einen kompletten Ausgleich der kommunalen Steuerausfälle. Das gibt den Unternehmen eine Perspektive und hilft vor allem dabei, den enormen Investitions- und Sanierungsstau der öffentlichen Hand abzubauen. Deutschland darf jetzt bei Infrastruktur, Energie und Digitalisierung nicht auf die Bremse treten.

Kommunale Steuerausfälle müssen ausgeglichen werden.

Sind die Planungsunternehmen denn in der Lage, das zu bewältigen?

Ja, die Planungswirtschaft braucht nur eine langfristige Perspektive. Damit entsteht Sicherheit für Investitionen in den Unternehmen. Ganz wichtig ist, in Ausbildung und Nachwuchs zu investieren. Wir erinnern uns noch gut, wie viel Unsicherheit das Auf und Ab der Bau- und Planungswirtschaft früher geschaffen hat. Das wirkt bis heute fort. Ein Drittel unserer Unternehmen sieht als größtes Hindernis für ihre wirtschaftliche Entwicklung den Mangel an Nachwuchs. Der Beruf muss attraktiver wahrgenommen werden. Vor allem muss die gesellschaftliche Verantwortung mehr hervorgehoben werden. Wir Ingenieure schaffen Zivilisation.

Ein Hemmnis bei großen Projekten sind auch überlange Planungsverfahren, was kann hier getan werden?

Investitionen funktionieren nur, wenn die Bürokratie ihnen nicht im Weg steht. Die Planungsprozesse dürfen nicht ins Unendliche hinausgezögert werden. Hier ist dringend Beschleunigung auf allen Ebenen erforderlich. Insbesondere die Digitalisierung der Behörden, aber auch die Beteiligungs- verfahren sind hier Thema.

Können wir von der Tesla-Baustelle lernen, wie es schneller geht?

Tesla ist keine Blaupause. Hier steht ein Unternehmen voll im finanziellen Risiko, um im Zweifel auch alles wieder abzureißen. Vielmehr brauchen die Investoren Rahmenbedingungen, die verlässlich und so unbürokratisch sind, dass sie Investitionen fördern. Von Tesla können wir allerdings lernen, dass es hilft, wenn Bauherren Verantwortung übernehmen und ein Projekt zielorientiert voran- treiben, das fördert sicher die Geschwindigkeit.

Steht auch der Klimaschutz schnelleren Planungsprozessen entgegen?

Nein, im Gegenteil, die Planungs- und Bauwirtschaft muss starker Partner beim Klimaschutz sein. Das Bauen trägt weltweit erheblich zu den Emissionen bei. Gerade wir Ingenieure können doch innovative Lösungen finden, die unsere Umwelt schützen und gleichzeitig bezahlbar sind, damit die Baupreise nicht ins Unendliche steigen. Die energetische Gebäudesanierung muss deutlich beschleunigt werden, hierfür brauchen wir noch mehr Anreize, auch steuerlich. Außerdem brauchen wir finanzielle und zeitliche Freiräume, um neben dem Geschäft auch forschen und entwickeln zu können.

Kommen wir zu einem anderen Thema, der Honorarordnung. Ist mit der HOAI-Novellierung nun alles in Ordnung?

Wir sind zwar froh, dass in letzter Minute noch der Begriff der Angemessenheit in das HOAI-Rahmengesetz aufgenommen wurde, doch ist die HOAI als Gesamtkonstrukt nicht mehr aktuell. Vor allem muss nun eine Anhebung der Tafelwerte kommen. Die Kostenentwicklung der letzten zehn Jahre spiegelt sich ja an keiner Stelle wider. Durch BIM hat sich vieles geändert, ist aber nicht weniger aufwändig geworden. Das alles muss in eine Novellierung einfließen. Und wir müssen an die Vergaben ran. Wir beobachten noch oft, dass der billigste Bieter zum Zuge kommt. Das ist weder im Interesse der Bauherren noch der Gesellschaft und schon gar nicht der Branche. Wir leisten hier natürlich auch bei unseren Mitgliedern Überzeugungsarbeit. Aber wenn Planer monopolistischen Auftraggebern gegenüberstehen, ist die Situation schwierig. Vielleicht führen die Erfahrungen der Coronoakrise zu einem Umdenken …

In Bezug auf?

… in Bezug auf den Wert einer Arbeitsleistung. Nichts ist doch höher einzuschätzen, als hochqualifizierte Arbeit – zum Wohle der Gesellschaft. Denn wer plant denn die Krankenhäuser, Wasserwerke, Funkmasten?

Für viele sind das selbstverständliche Einrichtungen der Grundversorgung…

Aber was ist nach dieser Krise noch selbstverständlich?

Das ist eine gute Überleitung zu Ihnen als Person. Was bedeutete die Krise für Sie und Ihr Unternehmen?

Auch in unserem Unternehmen sind vereinzelt Aufträge weggebrochen, insgesamt aber im normalen Rahmen. Stärker als diese Veränderungen haben die neuen Formen der Zusammenarbeit unser Unternehmen verändert. Das Mobile Working und vor allem flexible Arbeitszeiten werden wohl bleiben. Vieles davon ist zur Gewohnheit geworden und hat die Produktivität nicht beeinträchtigt. Was für eine schöne Erkenntnis, dass sich Zeit sinnvoller einsetzen lässt, als für zig Anreisen zu Besprechungen. Die Zukunft fokussiert sich vielleicht mehr auf den echten persönlichen Austausch, ohne sinnentleerte Formate.

Sie haben sich gegen ein Recht auf Homeoffice ausgesprochen, warum?

Das Thema ist ja nicht neu. Als attraktiver Arbeitgeber hat man auch vor Corona schon Homeoffice und flexible Arbeitszeitmodelle angeboten. Aber wogegen wir uns wehren, ist eine überregulierte Form des Anrechts. Wer möchte denn schon bei seinen Mitarbeitern überprüfen, ob der häusliche Schreibtisch ergonomisch eingerichtet wurde? Auch die Arbeitnehmer wollen flexibel sein, aber nicht überreguliert werden. Mit dem Heilschen Gesetzentwurf würde der Staat in Freiheiten eingreifen. Das geht zu weit.

Wird der VBI als recht kleiner Verband mit so einer Positionierung gehört?

Absolut. Auch das ist eine Erkenntnis dieser Krise, nie wurden Verbände mehr gehört als jetzt. Auch wenn wir nicht alles erreichen, waren wir doch noch nie in einem so intensiven Austausch mit der Politik und mit großen Auftraggebern wie beispielsweise der Deutschen Bahn, der Autobahngesellschaft oder dem Bundesinnenministerium. Durch die regelmäßigen Umfragen wissen wir, wo es brennt und wo wir den Fing„er in die Wunde legen müssen. Gleichzeitig können wir die Unternehmen über die für sie wichtigen Punkte informieren, und kompetente Hilfe anbieten. Besonders in der Krise zeigt sich die Relevanz einer Verbandsmitgliedschaft.

Ich wünsche mir 2021 mehr persönlichen Austausch.

Was bedeutet das für dieses Jahr?

Im VBI wollen wir 2021 noch mehr Möglichkeiten zum Austausch schaffen. Hierfür planen wir zwei Verbandstage statt einem. Beide mit spannenden politischen und fachlichen Themen. Sollten wir uns nicht treffen können, wird alles digital und natürlich so, dass es auch Spaß macht, dabei zu sein.

Filed Under: News Tagged With: Bundestagswahl, Corona, HOAI

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Die derzeitigen Honorartafelwerte in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI sind stark veraltet und müssen deutlich, je nach Leistungsbild um bis zu 26,7 Prozent, angehoben werden. Das ist das zentrale Ergebnis des Gutachtens von Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Siemon, das heute der Presse vorgestellt wurde. Der Verband Beratender Ingenieure VBI hat das Gutachten zusammen mit dem Institut für Wissen in der Wirtschaft IWW beauftragt.

Siemon hatte bereits 2013 im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die aktuelle HOAI mit entwickelt. Für das aktuelle Gutachten wurde die Berechnungsformel von 2013 weiterentwickelt und durch zusätzliche Einflussfaktoren ergänzt. Anschließend wurden Architektur- und Ingenieurbüros zu Rationalisierungseffekten, Mehr- und Minderaufwänden sowie Kostenentwicklungen der vergangenen acht Jahre befragt.
Detaillierte Ergebnisse und die Methodik des Gutachtens sind in der Pressemeldung dargestellt.

VBI-Präsident Jörg Thiele: „Durch die HOAI-Novelle 2021 wurden die bisher verbindlichen Mindest- und Höchstsätze lediglich durch sogenannte Orientierungswerte ersetzt. Das Gutachten zeigt, dass die HOAI nun schnell aktualisiert werden muss. Es ist unhaltbar, dass die Honorarsätze für Ingenieure und Architekten bald ein Jahrzehnt lang nicht angepasst wurden. Die Steigerungen von bis zu 26,7 % zeigen, wie dringend eine Novellierung unmittelbar nach der Bundestagswahl ist.“ Gestützt auf die Ergebnisse wird der VBI seine Forderung nach deutlicher Anhebung der Tafelwerte mit Nachdruck gegenüber der Politik vertreten.

Filed Under: News Tagged With: Gutachten, HOAI, Honorare, Ingenieure

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Der VBI hat zusammen mit der Bundesingenieur- und Bundesarchitektenkammer sowie 15 weiteren Verbänden der Planungswirtschaft Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 veröffentlicht. Die Parteien sind aufgefordert, zu den Prüfsteinen Stellung zu beziehen und auch in Gesprächen mit Abgeordneten finden die 12 Forderungen und Thesen der Planungswirtschaft Verwendung. 

Die Wahlprüfsteine thematisieren aktuelle Kernfragen in Architektur, Stadtplanung und Ingenieurbaukunst. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Stadtentwicklung, Klima und Umwelt, Freiberuflichkeit, Baukultur und Digitalisierung.

Filed Under: Alle Landesverbände, News

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Erstmals im Online-Format treffen am 23. und 24. März Experten und Anwender von GIS-Lösungen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden zur GI-Runde zusammen. Der Verband Beratender Ingenieure ist wieder Partner der GI-Runde, die vor über 20 Jahren als „Münchner Fortbildungsseminar Geoinformationssysteme“ gestartet ist. Im Programm spricht der Vorsitzende der VBI-Fachgruppe GIS und Vermessung Dr.-Ing. Franz Zior über die angemessene Honorierung von GIS-Planungsleistungen und VBI-Mitglied Prof. Dr. Jörg Schaller berichtet über GIS-Unterstützung bei der Flugsicherheit von Multikoptern bis Flugtaxis.

Veranstalter der Münchner GI-Runde ist der Runder Tisch GIS e.V., auf dessen Website mehr zur Veranstaltung und Anmeldung zu erfahren ist.

Filed Under: News

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In der Klimarunde BAU arbeitet der Verband Beratender Ingenieure mit acht weiteren Organisationen der Wertschöpfungskette Bau für nachhaltiges und zukunftsgerechtes Bauen in Deutschland. Diesem Ziel ist auch die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes verpflichtet, die nun nach Beschluss der Bundesregierung fortgeführt wird. Die in der Klimarunde BAU zusammengeschlossenen Organisationen der Baustoffindustrie, der Planer und der Bauausführenden begrüßen die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie heute in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die Wertschöpfungskette Bau werde selbstverständlich ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hierfür sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erforderlich, erklärte die „Klimarunde BAU“ heute.

Zu Recht strebt die Bundesregierung eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen im gesamten Lebenszyklus der Bauwerke an. Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes sei ein sehr wichtiger Aspekt, der auch deutlich forciert werden müsse.

Für einen effektiven Klimaschutz im Bausektor sei es nicht ausreichend, den Fokus ausschließlich auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen. Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden.

Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

Es ist zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Praxistauglichkeit bestehender Bewertungssysteme für das Nachhaltige Bauen weiterentwickeln will, und praxisgerechter gestalten will, um ihren Einsatz in der Breite zu fördern. Die ganzheitliche Betrachtung umfasst zahlreiche Schnittstellen zwischen den Arbeitsbereichen bei der Planung und Bauwerkserstellung. Die Digitalisierung kann einen Beitrag dazu leisten, Schnittstellenprobleme zu lösen und bietet den wechselnden Verantwortlichen über den Lebenszyklus eines Bauwerks eine Orientierungshilfe für nachhaltige Entscheidungen.

Filed Under: News Tagged With: Nachhaltigkeit, Planungs- und Bauwirtschaft

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Mit einer virtuellen Siegerehrung würdigten VBI und Bundesingenieurkammer am 8. März die Gewinner des Deutschen Brückenbaupreises 2020. In der Kategorie “Straßen- und Eisenbahnbrücken” kürte die Jury die Retheklappbrücke in Hamburg zum Preisträger. Michael Borowski vom Ingenieurbüro Grassl nahm die begehrte Preisskulptur dafür entgegen.

Als Gewinner in der Katgorie “Fuß- und Radwegbrücken” hatte die Jury den Trumpf-Steg in Ditzingen ausgewählt. Der Preis ging damit an Entwurfsverfasser Prof. Dr. Mike Schlaich von schlaich bergermann partner sbp.

Überreicht wurden diese von VBI-Präsident Jörg Thiele und Bundesingenieurkammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Bökamp. In einem Grußwort unterstrich auch BMVI-Staatssekretär Dr. Michael Güntner die herausragenden Ingenieurleistungen der Gewinner und Platzierten.

Neben den beiden Preisträgern ehrte die Jury in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ die Brücke bei Schwaig (Bayern) und die Instandsetzung der Elster-Brücke bei Neudeck (Brandenburg) sowie in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ die Stuttgarter Holzbrücke an der Birkelspitze in Weinstadt (Baden-Württemberg) und die Sanierung der König-Ludwig-Brücke in Kempten (Bayern) mit einer Auszeichnung.

Der Deutsche Brückenbaupreis wird seit 2006 alle zwei Jahre von VBI und Bundesingenieurkammer vergeben. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie konnte die Preisverleihung nicht im gewohnt feierlichen Rahmen mit mehr als 1.000 Gästen aus Fachwelt, Politik und Wirtschaft stattfinden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat den Deutschen Brückenbaupreis erneut gefördert und als Schirmherr unterstützt.

Die Film-Dokumentation der Preisverleihung sowie filmische Kurzporträts aller nominierten Brücken, Bilder der ausgezeichneten Bauwerke und die Dokumentation zum Wettbewerb finden Sie unter: www.brueckenbaupreis.de. 

Filed Under: Alle Landesverbände, News Tagged With: Brücken, Brückenbaupreis, Ingenieurbau, Siegerehrung

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