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Am 07. Juli 2023 wurden das Gesetz und die Verordnung zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung beschlossen. Ausländische Fachkräfte werden so künftig leichter nach Deutschland kommen können, um die Fachkräftesicherung in deutschen Unternehmen zu gewährleisten.

Eine deutliche Senkung der Einkommensschwelle bei der Blauen Karte EU wird die Arbeitsaufnahme für Berufseinsteigerinnern und Berufseinsteiger in Planungsunternehmen erleichtern. Mit dem Gesetz werden die geltenden Gehaltsschwellen für Regel- und Engpassberufe gesenkt und eine niedrige Mindestgehaltsschwelle für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger mit akademischem Abschluss geschaffen. Demnach beträgt die Senkung der Mindestgehaltsschwelle für die Blaue Karte EU ca. 6.000 Euro pro Jahr. Die neue Mindestgehaltsschwelle liegt damit im Jahr 2023 bei 43.800 Euro brutto. Die Regelungen zur Blauen Karte EU sollen unter anderem zum 18. November 2023 in Kraft treten.

Zudem wird die Bildungsmigration gestärkt, indem die Aufnahme eines Studiums in Deutschland durch erweiterte Möglichkeiten zur Nebenbeschäftigung bei Studienaufenthalten noch attraktiver gemacht wird. Damit sollen verstärkt auch Studierende aus dem Ausland gewonnen werden, die ein erhebliches Potenzial als zukünftige akademische Fachkräfte mitbringen.

„Insgesamt ist das ein gutes Signal für viele mittelständische Planungsbüros, um den Fachkräftemangel besser meistern zu können. Denn die gezielte Eingliederung qualifizierter ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt ist ein wesentlicher Baustein. Allerdings bleibt es dabei, dass internationale Hochschulabsolventen und Berufseinsteigerinnen zunächst die nationalen Baustandards und Normen lernen müssen, um im Planungsbüro effektiv mitarbeiten zu können. Das Investitionsrisiko ist jetzt aber geringer“, so Jörg Thiele Präsident des Verbands Beratender Ingenieure VBI.

Wenn Sie internationale Fachkräfte gewinnen möchten, dann weist Ihnen der Quick-Check für Arbeitgeber von „Make it in Germany“ – dem Portal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland – konkret den Weg bei der Suche, Rekrutierung und Integration von im Ausland lebenden Fachkräften. Außerdem bietet der Leitfaden „Möglichkeiten der Fachkräfteeinwanderung – Was Arbeitgeber wissen müssen“ eine erste Übersicht relevanter Informationen.

Filed Under: News Tagged With: Fachkräftemangel, Ingenieure, International, Migration

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Die verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen Grüne/Bündnis90, Stefan Gelbhaar, und CDU/CSU, Thomas Bareiß, haben sich am 5. Juli in der “Berliner Freiheit” den Fragen und Hinweisen der VBI-Mitglieder gestellt. Außerdem begrüßte VBI-Präsident Jörg Thiele den Berichterstatter für Bahn und ÖPNV im Bundesverkehrsausschuss Michael Donth MdB (CDU) unter den Gästen. Die Mitglieder des VBI-Verkehrsausschusses, des Vorstands und zahlreiche weitere VBI-Mitglieder waren gekommen, um mit den Abgeordneten zu diskutieren und ihre Forderungen an die politischen Entscheider zu richten. Zum Auftakt nutzten Gelbhaar und Bareiß die Gelegenheit, ihre Sicht auf die Verkehrspolitik und den Weg zur Mobilitätswende deutlich zu machen. Anschließend konfrontierten die Ingenieure ihre parlamentarischen Gäste mit der Realität aus Genehmigungsverfahren, Vergabe und Projekten und machten vor allem eines deutlich: Die Politik ist gut beraten, den Ingenieuren zuzuhören. Vieles von dem, was sich die Politiker im Infrastrukturausbau vornehmen, ließe sich weitaus schneller und effizienter realisieren, wenn die Erfahrungen aus der Praxis gehört und die Rahmenbedingungen entsprechend verbessert würden. Dazu ist es notwendig zusammenzuarbeiten und die Schwachstellen gemeinsam zu beheben.

Stefan Gelbhaar hob hervor, dass der VBI solches Zusammenwirken, z.B. in der Erarbeitungen gemeinsamer Leitlinien mit der DEGES, bereits umsetze. Der Vorsitzende des VBI-Verkehrsausschusses Jochen Ludewig machte in seinem Appell allerdings deutlich, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit von Verbänden und Politik in der Reformkommission zum Bau von Großprojekten bis heute nicht dazu geführt habe, dass die darin festgeschriebenen Empfehlungen umgesetzt worden seien. Der Bericht der Reformkommission, in der der VBI maßgeblich mitgewirkt hat, liegt seit Ende Juni 2015 vor. Erarbeitet wurden auch ausdrückliche Empfehlungen für die Planungsbeschleunigung. Deshalb bekräftigten die Ingenieure ihre Forderung, für die Erreichung der gemeinsamen Ziele die parteipolitische Zuschiebung von Verantwortung für Versäumnisse der Vergangenheit zu überwinden und die Kräfte zu bündeln.

Der Parlamentarische Abend bot die Gelegenheit, das Zuhören in die Tat umzusetzen und die anwesenden Bundestagsabgeordneten nutzten diese Chance ausgiebig. Doch auch nachdem sich die Politiker verabschiedet hatten, war die Diskussion noch lange nicht beendet. Der Austausch der VBI-Mitglieder und die lebhafte Diskussion über die Infrastrukturpolitik der Bundesregierung hielt die Teilnehmer bis zum späten Abend in der “Berliner Freiheit”.

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Am 5. Juli hat die Bundesregierung den Bauausschuss über die neuen Anforderungen an Herstellung und Einsatz von Baustoffrecycling-Material informiert, die am 1. August mit Inkrafttreten der Ersatzbaustoffverordnung und weiterer Verordnungen der sogenannten Mantelverordnung entstehen. Die in den Ländern bislang unterschiedlichen Regelungen zu Herstellung und Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen werden nun bundesweit vereinheitlicht. Nach mehr als 15 Jahren Beratungen sei damit ein „schwieriges und konfliktträchtiges Vorhaben“ abgeschlossen worden, befindet die Bundesregierung. Für Recyclingunternehmen, vor allem aber für die Verwender von Ersatzbaustoffen entstehe nun ein hohes Maß an Rechtssicherheit, wodurch eine bessere Verwertung mineralischer Recyclingbaustoffe erreicht werden soll.

Der VBI begrüßt die Vereinheitlichung ausdrücklich und unterstützt das Ziel einer verstärkten Nutzung von Recyclingbaustoffen als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum nachhaltigen Bauen. Wesentlich wird es nun sein, die vorgesehene Abfallende-Verordnung rasch in Angriff zu nehmen, um die Recyclingbaustoffe aus dem Abfallrecht zu nehmen. Andernfalls könnte die Verordnung ihr Ziel verfehlen und bedingt durch die Klassifizierungsanforderungen sogar zu einer rückläufigen Verwendung von Recyclingbaustoffen führen. Das federführende Umweltministerium hat angekündigt, den Entwurf für eine Abfallende-Verordnung zeitnah vorzulegen.

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Die Freien Berufe haben heute einen konstruktiven Austausch mit der Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, geführt. VBI-Hauptgeschäftsführer Sascha Steuer bewertet das Gespräch positiv, weil über konkrete Aktivitäten gesprochen wurde, mit denen eine höhere Aufmerksamkeit für verschiedenen Berufsbilder erzeugt werden kann. So sind gemeinsame digitale Elternabende geplant, eine bessere Beratung für Studienabbrecher und mehr Unterstützung bei der Integration ausländischer Fachkräfte.

Maßnahmen dieser Art sind dringend erforderlich, denn nicht nur in den Ingenieurunternehmen, sondern in an allen Freien Berufen verstärkt sich der Fachkräftemangel weiter, wie eine BFB-Umfrage zeigt: Den Freien Berufen fehlen demnach rund 46.000 Auszubildende, 236.000 Fachkräfte sowie 60.000 Freiberuflerinnen und Freiberufler. Um den allgemeinen Fachkräftemangel zu lindern, setzt die Bundesregierung in diesem Jahr zielgerichtete Gesetzesvorhaben um, beispielsweise das Gesetz zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung sowie das Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung.

Angesichts des Fachkräftemangels ist eine gezielte Eingliederung qualifizierter ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt ein wesentlicher Baustein. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Bearbeitungszeit von Einwanderungsanträgen auch im Sinne der Willkommenskultur beschleunigt werden sollte.

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Gegenantrag von fünf Bundesländern unterstützt

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zugestimmt, der eine Änderung der Vergabeverordnung zur Folge hat. Die Streichung des Paragraf 3 Abs. 7 Satz 2 VgV wird dazu führen, dass künftig nahezu alle öffentlichen Planungsaufgaben europaweit ausgeschrieben werden müssen. Insbesondere die Kommunen als größte öffentliche Auftraggeber werden aufgrund fehlender Kapazitäten vielfach überfordert sein.

Mit dem Gesetzgebungsverfahren reagiert die Bundesregierung auf das seit Jahren laufende Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission gegen Deutschland wegen der Auftragswertermittlung bei der Vergabe von Planungsleistungen. Anders als beim Verfahren der Kommission wegen der verbindlichen Mindest- und Höchstsätze der HOAI wollte die Bundesregierung hier keine Entscheidung des EuGH erzwingen.

Der VBI und weitere Interessenvertreter der Ingenieurinnen, Ingenieure, Architektinnen und Architekten hatten im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens in zahlreichen Gesprächen mit der Politik und den Vertretern der Ministerien auf die Notwendigkeit der besonderen Auftragswertermittlung bei der Vergabe von Planungsleistungen hingewiesen. Da das Gesetz zustimmungspflichtig durch den Bundesrat ist, wurden auch die Bundesländer eingebunden. In dieser Woche haben sich auch zahlreiche VBI-Landesverbände direkt an ihre zuständigen Landesregierungen gewandt. Durch den breiten Protest von VBI, Bundesingenieurkammer und Bundesarchitektenkammer konnte eine Initiative insbesondere der Länder Bayern und Sachsen angestoßen werden, das Gesetz noch im Bundesrat zu verändern. Die Initiative wurde bei der Abstimmung von fünf Bundesländern unterstützt.

VBI-Präsident Jörg Thiele dankte den Mitgliedern, die die Initiative unterstützt haben: “Mit der Entscheidung werden künftig fast alle Planungsleistungen europaweit auszuschreiben sein. Ich danke allen, die mit uns in den vergangenen Monaten gemeinsam so intensiv gegen diese Streichung gekämpft haben, allen voran den VBI-Landesvorsitzenden. Wir wissen, dass diese Änderung insbesondere für die kleinen Ingenieurbüros eine weitere Herausforderung sein wird.”

Gegenantrag des Landes Bayern herunterladen

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Jan Schmitt, Mitglied des VBI-Landesvorstands Rheinland-Pfalz, ist in Rom zum neuen EFCA-Vorstandsmitglied gewählt worden. Er folgt damit als deutsches Board Member auf Maximilian Grauvogl, der sich rund anderthalb Jahrzehnte für den VBI auf europäischer Ebene engagiert und dabei vor allem das Thema der Digitalisierung in den Fokus seiner Arbeit gerückt hat. Vom 31. Mai bis 1. Juni trafen sich auf dem diesjährigen EFCA GAM in Rom die europäischen Ingenieurverbände, um über Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und den Ukraine-Wiederaufbau zu diskutieren.

Sascha Steuer, VBI-Hauptgeschäftsführer: “Ich danke Maximilian Grauvogl für die Vertretung der Interessen des VBI auf europäischer Ebene und das Engagement, das er in all der Zeit aufbrachte. Jan Schmitt wünsche ich für die Zukunft alles Gute bei der Ausübung seiner Tätigkeit, bei der er auf meine volle Unterstützung setzen kann.” Auch Jeffrey Seeck, der für den VBI im “Future Trends Committee” von EFCA mitwirkt, freute sich über die fortgesetzte Präsenz des VBI im EFCA-Vorstand und gratulierte Jan Schmitt zur Wahl.

Ukraine-Wiederaufbau eines der zentralen Themen

In drei Panels wurde mit Expertinnen und Experten aus Verbänden und Politik diskutiert, wie Europas Infrastruktur klimaresilienter und das Bauen klimaneutral gestaltet werden kann und welche Rolle der Digitalisierung zukommt, um Prozesse zu optimieren und Verfahren zu beschleunigen., Einig waren sich alle Europäer, dass das Ziel der Klimaneutralität schnellstmöglich erreicht werden muss.

Kurz- bis mittelfristig wird jedoch insbesondere der Wiederaufbau der Ukraine eine der zentralen Herausforderungen für die Planungsbranche sein. In ihrer Botschaft betonte Anna Jarosz-Friis, amtierende Direktorin der Ukraine-Abteilung der Europäischen Kommission, wie wichtig es ist, das kollektive Fachwissen und die Ressourcen der europäischen Ingenierunternehmen zu nutzen, um den erfolgreichen Wiederaufbau der Ukraine voranzutreiben: „Wenn es um den Wiederaufbau geht, wird die Rolle der Ingenieurgemeinschaft von entscheidender Bedeutung sein: sei es bei der Planung und dem Bau kritischer Infrastrukturobjekte, der Gestaltung der Stadtplanung oder der Förderung nachhaltiger Praktiken bei der Wiederherstellung von Energiesystemen.“

Ihrer Botschaft folgte die Zuschaltung live aus Kiew: Oleksandra Azarkhina, stellvertretende Ministerin für Gemeinden, Territorien und Infrastrukturentwicklung der Ukraine, bekräftigte die Bedeutung der Zusammenarbeit und des Austauschs bewährter Verfahren für einen erfolgreichen Wiederaufbau. Sie bat insbesondere internationale Partner um Unterstützung bei der Umsetzung einer unabhängigen technischen Bauaufsicht in der Ukraine. Beide Rednerinnen betonten die entscheidende Rolle der Ingenieure bei dieser Aufgabe der europäischen Solidargemeinschaft. Vom Entwurf kritischer Infrastruktur über die Gestaltung der Stadtplanung bis hin zur Förderung nachhaltiger Energiesysteme wird die Ingenieurleistung aus ganz Europa unverzichtbar sein.

Filed Under: Ausland, News Tagged With: EFCA, Ingenieure, Klimaschutz

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Was bewegt Studierende aus dem Bauingenieurwesen?

Vom 31. Mai bis zum 04. Juni 2023 hat der VBI die 100. Bauingenieur-Fachschaften-Konferenz (BauFaK) in Oberwesel als Hauptsponsor unterstützt und inhaltlich begleitet. Vor Ort haben sich mehr als 180 Mitglieder der Fachschaften des Bauingenieurwesens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit hochschul- sowie allgemeinpolitischen und studienrelevanten Themenbereichen beschäftigt.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion und in Form von dreizehn World-Café-Tischen wurden insbesondere die Handlungsfelder Nachhaltigkeit im Studium, Attraktivität des Berufsbilds sowie Möglichkeiten für eine stärkere fachdisziplinübergreifende Lehre von Ingenieurinnen und Architekten intensiv diskutiert. Dabei haben Prof. Dr. Steffen Warmbold und Maximilian Dietz aus der VBI-Bundesgeschäftsstelle zwei World-Café-Tische moderiert und gemeinsam mit den Studierenden über Lösungsmöglichkeiten nachgedacht und entwickelt. Außerdem wurden mehrere Exkursionen zu interessanten Bauwerken und Baustellen durchgeführt.

Die BauFaK ist die deutschsprachige Fachtagung der Studierenden des Bauingenieurwesens. Zum Teilnehmerkreis gehören originär Mitglieder der aktiven Fachschaften des Bauingenieurwesens, ehemalige sowie ausgewählte Gäste. Die BauFaK findet zweimal im Jahr statt und tagt diesen Herbst vom 27. Oktober bis zum 31. Oktober 2023 in Aachen.

Weitere Informationen zur BauFaK finden Sie hier: https://www.baufak.de/

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Die Stadtbahnbrücke Stuttgart und die Brücke „Miniatur Wunderland“ der Hamburger Speicherstadt erhalten den Deutschen Brückenbaupreis 2023. Auf der feierlichen Preisverleihung am 30. Mai 2023 in Dresden überreichte Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, die Auszeichnungen an die Preisträger. Beide Bauwerke zeichnen sich durch zukunftsweisende Innovationen im Ingenieurbau aus (zur Dokumentation).

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Neuartige Carbonhänger setzen Maßstäbe

Die Stadtbahnbrücke Stuttgart setzt mit dem erstmaligen Einsatz neuartiger Carbonhänger bei Stabbogenbrücken in Deutschland völlig neue Maßstäbe und erhält dafür den Deutschen Brückenbaupreis 2023 in der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken. Die Jury betont, dass durch den Einsatz dieser Carbonhänger Netzwerkbogenbrücken einen wahren Entwicklungsschub erhalten. Ausgezeichnet wurde auch die akribische Planung und begleitende Forschung, die die herausragende Ingenieurleistung ermöglichten. Das Bauwerk leistet nach Ansicht der Jury einen wertvollen Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen.

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Kleinste „Eisenbahnbrücke“ der Welt

Eine Erweiterung der Modelleisenbahnanlage „Miniatur Wunderland“ in der Hamburger Speicherstadt erforderte die Verbindung zweier denkmalgeschützter Gebäude für die Ausstellungsbesucher. Die Jury würdigt die kleinste „Eisenbahnbrücke“ der Welt für ihre Ingenieurbaukunst als „minimalistischer Entwurf für anspruchsvolle Bedingungen“. Zugleich wurde die Möglichkeit der vollständigen Rückbaubarkeit mitbedacht. Die Hamburger Touristenattraktion erhält den Deutschen Brückenbaupreis 2023 in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken.

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Erstmaliger Sonderpreis für Nachhaltigkeit

Der erstmalig vergebene Sonderpreis für eine herausragende Lösung oder Entwicklung auf dem Weg zum klimaneutralen Bauen geht an die Brücke Stokkumer Straße. Die Pilotbrücke, mit der ein Wirtschaftsweg über die A3 geführt wird, ist richtungsweisend bei Baugeschwindigkeit, Ressourcenschonung und CO2-Einsparung. So wurde als Baumaterial lokal anstehender Erdstoff verwendet. Das Pilotprojekt ist laut Jury „ein höchst beachtenswerter Schritt auf dem Weg zum klimaneutralen Bauen“.

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Dipl.-Ing. Andreas Keil und sein Kollege Dipl.-Ing. Lorenz Haspel (schlaich bergermann partner sbp), Dr.-Ing. Christian Böttcher (panta ingenieure gmbh), und Dipl.-Ing. Thorsten Balder mit Dipl.-Ing. Dominik Radtke in Stellvertretung von Jörg Kranz (Heitkamp Brückenbau GmbH), nahmen stellvertretend für ihre Teams die Preise entgegen.

Gefeiert wurden die Gewinner von den etwa 1.200 Gästen der Preisverleihung aus Fachwelt, Politik und Wirtschaft. Gastgeber waren die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI, die seit 2006 alle zwei Jahre gemeinsam den Deutschen Brückenbaupreis für herausragende Bauingenieurleistungen vergeben. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr ist erneut Förderer und Schirmherr des Deutschen Brückenbaupreises.

Der Jury gehören an:

  • MR Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn, BMDV, Leiter des Referat StB 24 Ingenieurbauwerke, (Juryvorsitzender)
  • Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, HCU HafenCity Universität Hamburg
  • Eberhard Pelke, ehem. Dezernat Ingenieurbauwerke, Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement
  • Ralf Schubart, Ingenieurbüro Meyer + Schubart
  • Anja Vehlow, DB Netz AG
  • Dr.-Ing. Gerhard Zehetmaier, WTM Engineers GmbH

Nominierungen der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken

  • Brücke „Miniatur Wunderland“, Hamburg (Hamburg)
  • Carl-Alexander-Brücke, Dorndorf (Thüringen)
  • Mühlensteg, Besigheim (Baden-Württemberg)

Nominierungen der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken

  • Fuldatalbrücke, Bergshausen (Hessen)
  • Pilotbrücke Stokkumer Straße, Emmerich (Nordrhein-Westfalen)
  • Stadtbahnbrücke, Stuttgart (Baden-Württemberg)

Weitere Informationen und Fotos von der Preisverleihung, Bilder der ausgezeichneten Bauwerke sowie filmische Kurzporträts aller nominierten Brücken und die Dokumentation zum Wettbewerb finden Sie hier und auf www.brueckenbaupreis.de

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Unter dem Motto „Bahn baut Zukunft – Gemeinsam Planen und Bauen in einer neuen Dimension“ fand am 23. und 24. Mai 2023 das 1. Forum der Zukunftsinitiative Bahnbau in Berlin statt.

Mit je einem Impulsreferat eröffneten Ingrid Felipe, Vorständin Infrastrukturplanung und -projekte DB Netz AG und Alexander Falkenhahn, Vizepräsident des BVMB und Vorstand der KAF Falkenhahn Bau AG, die Veranstaltung. Partnerschaftliches Miteinander, Transparenz und vor allem Mut, so Frau Felipe, seien nötig, um die anstehenden Aufgaben miteinander zu bewältigen.

Auch im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion zu den Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zu einem verlässlichen Hochleistungsnetz wies Dr. Wolfgang Weinhold, DB Netz AG, darauf hin, dass es kein „weiter so“ in der Infrastruktur geben könne. Um die Verkehrswende zu schaffen, müsse man gemeinsam neue Wege gehen.

Für den VBI hat Jochen Ludewig, Vorsitzender des VBI-Verkehrsausschusses, auf dem Podium mitdiskutiert und wies in seinem Statement auf die klaren Vorteile der Sanierung eines ganzen Abschnitts hin, aber auch auf die damit einhergehenden Herausforderungen. „Die Vermeidung zeitaufwendiger Freigaben des Baufeldes und des Fahrweges – bautechnisch gesehen sind dies bei herkömmlichen Projekten „Verlustzeiten“ bieten die große Chance, durchgängig Korridore zu ertüchtigen und leistungsfähig auszubauen.“

Anschließend wurde in 8 Themenräumen intensiv gearbeitet und diskutiert. Dabei reichten die Themen von der Kultur der Zusammenarbeit über Automatische Planprüfung und Ausschreibungskonzepte bis hin zu BIM. Gudrun Karpa, Stellvertretende Leiterin im AK Bahn des VBI, vertrat die Planungsbranche beim Themenfeld Zukunft Bahnbauberufe.

Der zweite Veranstaltungstag begann damit, dass alle Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vorgestellt und berichtet haben. Auch hier hat sich gezeigt, dass das Format des kritisch – konstruktiven Austausches mit interdisziplinären Tandems zu konkreten Bauthemen sich bewährt hat. Jetzt gilt es, die besten Ideen zu greifen und umzusetzen!

Abschließend wurden in einer zweiten Podiumsdiskussion die Erfahrungen mit den neuen Partnerschaftsmodellen diskutiert. „Wir kommen aus einer bleiernen Zeit, aber nun sind die Türen offen, durch die wir gemeinsam hindurchgehen!“, so die Sicht von Prof. Dr. Matthias Sundermeier und seinen Erfahrungen aus dem Projekt Neues Werk Cottbus.

„Gute Zusammenarbeit zwischen Planer, Auftraggeber und Bauindustrie? Kannst du dir nicht vorstellen? Ich schon!“ – mit dieser Anlehnung an die VBI-Imagekampagne schloss Hans-Jörg Niemeck, Vorstand VBI-Verkehrsausschuss, die Runde ab.

Die neue Dimension des gemeinsamen Planen und Bauens hat in diesen beiden Tagen schon gute Konturen angenommen. Alle Beteiligten freuen sich auf den weiteren Austausch.

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Im Auftrag von AHO, BIngK und VBI erhebt das Institut für Freie Berufe (IFB) wieder Daten zur wirtschaftlichen Lage der Planungsbüros in Deutschland. Die Teilnahme ist online bis zum 16. Juli 2023 möglich. Ein PDF zur schriftlichen Teilnahme kann zur Verfügung gestellt werden. Die Befragung nimmt ca.10-15 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Mit der Befragung werden die IST-Ergebnisse im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022 ermittelt und eine Konjunkturprognose erstellt.

Zur Umfrage

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