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Auf dem VBI-Verbandstag am 15. November in Mainz wurde der neue VBI-Bundesvorstand gewählt. Jörg Thiele wurde als Präsident einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurden Jörgen Kopper und Peter Warnecke als Vizepräsidenten wiedergewählt. Beisitzer sind Christina Zimmermann, Daniel Lambrecht, Otto-Ewald Marek, Christian Richert und Jan Schmitt.

Jörg Thiele betonte in seiner Rede die Bedeutung der Weiterentwicklung der Branche und kündigte an, sich in den kommenden drei Jahren weiterhin mit voller Kraft für die Belange der Planer und Ingenieure einzusetzen:

„Unsere Branche steht vor enormen Herausforderungen. Deshalb möchte ich mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die Stimme der Planer und Ingenieure gehört wird. Unser Ziel bleibt klar: optimale Rahmenbedingungen für unseren Berufsstand schaffen, technische Innovationen fördern und eine nachhaltige Zukunft unserer Gesellschaft entwickeln, ohne auf Wohlstand zu verzichten“, so Thiele.

VBI-Bundesvorstand

Präsident:
Jörg Thiele, Iproplan Planungsgesellschaft mbH, Chemnitz

Vizepräsidenten:
Dr. Peter Warnecke, Assmann Beraten + Planen GmbH, Braunschweig
Jörgen Kopper, Dipl.-Ing. Rudolf Kopper Ing.-Büro GmbH, Saarbrücken

Beisitzer:
Daniel Lambrecht, IBL GmbH – Ingenieurbüro Lambrecht, Magdeburg
Otto-Ewald Marek, OEM Consult, Berlin
Christian Richert, kevee, Köln
Jan Schmitt, IG Bauplan, Kaiserslautern
Christina Zimmermann, Schüßler-Plan GmbH, Düsseldorf

Filed Under: News Tagged With: Bundesvorstand, Jörg Thiele, Verbandstag

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In Mainz kamen Experten, Unternehmer und Führungskräfte aus den Bereichen Planung, Bau und Technologie zusammen, um über die zentralen Herausforderungen und Chancen der Zukunft zu diskutieren. Der Kongress bot einen intensiven Austausch von Ideen, eine Vielzahl von Perspektiven auf die Themen, die die Branche in den kommenden Jahren prägen werden. Moderiert wurde die Veranstaltung von VBI-Hauptgeschäftsführer Sascha Steuer und Michél-Philipp Maruhn, dem Gründer und Geschäftsführer von Digitalwerk.

Geopolitische Spannungen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Der Kongress begann mit einem eindrucksvollen Eröffnungsvortrag des USA-Kenners Dr. Claus Kleber, der die geopolitischen Entwicklungen nach den Wahlen in den USA und Europa beleuchtete. Kleber zeigte auf, wie diese politischen Verschiebungen und Unsicherheiten Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitswelt haben. Seine Botschaft war klar: In Zeiten der Unsicherheit sind Flexibilität und Innovationskraft gefragt, um Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu finden.

Innovation als Wachstumstreiber: Künstliche Intelligenz und ihre Chancen

Im Anschluss nahm Lennart Bolwin von IW Consult das Publikum mit auf eine Reise in die Welt der Innovation. In seinem Vortrag „Die Zukunft der Innovation – Wie Unternehmen sich für die Transformation aufstellen“ stellte er eine Studie von IW Consult vor, die aufzeigte, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) nutzen können, um ihre Produktivität zu steigern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Bolwin betonte dabei die Potenziale der KI, die nicht nur als technologisches Hilfsmittel, sondern als strategischer Wachstumstreiber verstanden werden sollte. „Technologischer Wandel ist nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Gelegenheit, um Wettbewerbsvorteile zu sichern“, sagte er und setzte damit einen klaren Impuls für die Zuhörer, die den kommenden Wandel aktiv mitgestalten wollen.

Produktivität vs. Glück: Die Zukunft der Arbeit

Die darauffolgende Diskussion zwischen Carlos Frischmuth und Paul von Preußen brachte das Thema der Arbeitswelt der Zukunft auf die Bühne. Unter dem Titel „Die Zukunft der Arbeit – Im Spannungsfeld zwischen Produktivität und Glücklichsein“ ging es um die Frage, wie Unternehmen eine Balance zwischen Effizienz und Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden finden können. In einer lebhaften Debatte wurden unterschiedliche Perspektiven auf das Thema geteilt, die von den Herausforderungen einer digitalen Arbeitswelt bis hin zu den Chancen für eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben reichten. Es wurde deutlich: Die Zukunft der Arbeit ist nicht nur eine Frage der Produktivität, sondern auch des Glücks und der Lebensqualität.

Die Planungs- und Bauwirtschaft im Wandel: Vielfalt der Vertragsmodelle

Ein weiteres wichtiges Thema des Kongresses war das Panel „Die Zukunft des Planens und Bauens“, das mit einem Vortrag von Dr. Matthias Jacob, HDB-Vizepräsident, eröffnet wurde. In der anschließenden Diskussion, an der unter anderem Dr. Katja Hüske von DB InfraGO, Michael Gilka vom BVMB, Thomas Bär vom German Lean Construction Institute und Mirjam Borowietz von ZWP beteiligt waren, wurde die Vielzahl an Vertragsmodellen diskutiert. Die Teilnehmer betonten, dass es keine einheitliche Lösung für die Branche gibt. Vielmehr sei es notwendig, unterschiedliche Vertragsmodelle zu entwickeln, die den verschiedenen Akteuren der Planungs- und Baubranche gerecht werden – von den Auftraggebern bis hin zu den ausführenden Unternehmen.

Die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen

Das letzte Panel des Tages widmete sich den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf Unternehmen. Christian Richert, Digitalexperte im VBI, Dr. Dominik Brückel, Rechtsanwalt bei Awado und Dirk Oster, Managing Director bei Aon Professional Services, beleuchteten in ihrer Diskussion die zahlreichen Chancen, aber auch die Risiken, die mit der Implementierung von KI verbunden sind. Besonders im Hinblick auf die digitale Transformation von Unternehmen wurde deutlich, dass KI nicht nur als technisches Hilfsmittel, sondern als strategische Notwendigkeit für die Zukunft verstanden werden muss. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, KI verantwortungsvoll zu integrieren und ihre Potenziale voll auszuschöpfen“, fasste Brückel zusammen.

Ein Tag voller Impulse und Ausblicke

Der VBI-Bundeskongress 2024 war mehr als nur eine Veranstaltung – er war ein lebendiger Dialog über die Zukunft der Planungs- und Baubranche. Es war ein Tag voller Impulse, die nicht nur die Herausforderungen der Gegenwart thematisierten, sondern auch die Chancen der Zukunft aufzeigten. Der Austausch zwischen den Experten und den Teilnehmerinnen setzte wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Branche und zeigte auf, dass Innovation, Zusammenarbeit und eine verantwortungsvolle Nutzung neuer Technologien der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft sind.

Wir bedanken uns bei allen Referenten und Teilnehmern und freuen uns auf den nächsten VBI-Bundeskongress, bei dem die Diskussionen fortgesetzt werden! Ein herzliches Dankeschön gilt auch unseren Ausstellern AON, Cadolto, Wende.Interaktiv, equeo und GTAI (Germany Trade & Invest).

VBI-Bundeskongress 2024
Der Zukunftskongress – 13. bis 15.11.2024 in Mainz

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Unter dem Titel „NextGenZukunft: Nutzung von Prompt Engineering und AI. Ein Prompt-Engineering-Handbuch für Beratende Ingenieure“ stellt die European Federation of Engineering Consultancy Associations (EFCA) ihren neuesten Bericht vor.

Der Report wurde vom Future Trends Committee unter der Leitung von VBI-Mitglied Jeffrey Seeck entwickelt. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Torsten Wulf, Leiter des Lehrstuhls für Strategisches und Internationales Management an der Philipps-Universität Marburg und Direktor des Zentrums für Strategie und Szenario-Planung an der HHL Leipzig Graduate School of Management, bietet der Bericht praxisnahe Einblicke in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Prompt Engineering zur strategischen Szenario-Planung.

Der neueste EFCA-Bericht bricht neues Terrain in der Szenario-Planung: Mit dem gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurden innovative Ansätze für die Beratung im Ingenieurwesen entwickelt – mit besonderem Schwerpunkt auf Verkehr und Klimaanpassung. Das Future Trends Committee leitete das Projekt in Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg. Unterstützt wurde die Initiative von Bentley und Autodesk, führenden Softwareanbietern der Branche, die gemeinsam mit Studierenden und Branchenexperten an den Lösungen arbeiteten.

Im Fokus der Untersuchungen stand die Frage, wie große Sprachmodelle wie ChatGPT die traditionell ressourcenintensive Szenario-Planung effizienter gestalten können. Der Bericht zeigt auf, wie Generative KI nicht nur die Planung revolutionieren, sondern auch als Schlüsselwerkzeug für Ingenieure dienen kann, die vor den Herausforderungen einer zunehmend dynamischen und komplexen Welt stehen.

Mit dieser Publikation unterstreicht EFCA das transformative Potenzial der Künstlichen Intelligenz – eine Entwicklung, die das Beratungsgeschäft in den kommenden Jahren grundlegend prägen könnte.

EFCA Future Trends Report 2024

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Am 7. November fand der fünfte gemeinsame Workshop von VBI und DEGES unter dem Titel „Zukunftsfähig zusammenarbeiten“ im VKU-Forum in Berlin statt. Die Veranstaltung wurde von Andreas Irngartinger (DEGES) und Gerald Müller (VBI) eröffnet, die die rund 80 Teilnehmenden begrüßten. Sie betonten, wie wertvoll der stetig wachsende Austausch und das partnerschaftliche Miteinander zwischen den Beteiligten ist. Die Umsetzung schneller und effizienter Projekte ist heute dringlicher denn je, was die hohe Relevanz des Austauschs weiter unterstreicht. Besonders erfreulich war, dass auch Kolleginnen und Kollegen der Autobahn GmbH, der Bahn und der Senatsverwaltung Berlin dabei waren. Die Teilnahme zeigt, wie entscheidend einheitliche Standards und ein abgestimmtes Vorgehen über verschiedene Auftraggeber hinweg sind.

Derya Guran, Abteilungsleiterin Innovation bei der Autobahn GmbH des Bundes, überbrachte die Grüße von Dirk Brandenburger, Geschäftsführer der Autobahn GmbH, mit seinem augenzwinkernden Zitat: „Wir irren uns gemeinsam voran!“ Sie bedankte sich für die Möglichkeit zur Mitgestaltung und hob hervor, wie wichtig der Austausch von Erfolgen und Misserfolgen sowie die Entwicklung gemeinsamer Standards für eine bessere Zusammenarbeit sind.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in vier Arbeitsgruppen zu folgenden Themenbereichen:

Arbeitsgruppe 1 – Projektkultur:
Ein Projekthandbuch wurde entwickelt, um eine kooperative und partnerschaftliche Zusammenarbeit über die gesamte Projektdauer hinweg zu fördern. Es legt praxisnah die wesentlichen Grundlagen fest, die wirtschaftliche Effizienz und klare Spielregeln betonen. Zur Sicherstellung einer nachhaltigen Umsetzung sollen die Inhalte des Handbuchs vertraglich verankert werden. Zukünftige Schwerpunkte umfassen die Etablierung einer konstruktiven Fehlerkultur, die Auswahl und den Einsatz nützlicher Werkzeuge sowie die Einführung neuer Managementmethoden. Das Handbuch soll bis Februar verabschiedet und von den führenden Vertretern von VBI und DEGES unterzeichnet werden.

Arbeitsgruppe 2 – BIM:
Die Arbeitsgruppe stellte den gemeinsamen Weg von Autobahn GmbH und DEGES vor. (Weitere Informationen: Building Information Modeling)

Es folgten anregende Diskussionen zu drei Hauptthemen:

  1. BIM-Leistungskatalog – Der Katalog wird bereits angewendet und laufend evaluiert.
  2. Objektkatalog BIM Bundesfernstraßen – Noch in der Einführung, jedoch ein wichtiger Standard, dessen Weiterentwicklung mit Schnittstellen und Verknüpfungen diskutiert wurde.
  3. Ausschreibung und Vergabe – Die Arbeitsgruppe untersuchte den BIM2AVA-Prozess der DEGES und dessen Potenzial.

Arbeitsgruppe 3 – Lean-Management:
Die Lean-Management-Gruppe setzte die Diskussionen des letzten Workshops fort, insbesondere mit Beteiligten, die bereits Erfahrungen in Lean-Projekten gesammelt haben. Ein AG-übergreifender Austausch mit der DB InfraGO und der DEGES wurde besonders geschätzt. In einem „World Café“ wurden Anforderungen, Hindernisse und Anforderungen an die Projektkultur besprochen – ein Thema, das auch in dieser Gruppe im Mittelpunkt stand.

Arbeitsgruppe 4 – Nachhaltigkeit:
In dieser Gruppe wurden die Themen Ökobilanz und CO₂-Preis, Lebenszyklusberechnung, Kreislaufwirtschaft sowie Baustellen- und Verkehrsführung vertiefend diskutiert. Dabei wurde klar, dass gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung von Nachhaltigkeit notwendig sind. Einigkeit herrschte darüber, dass ein Empfehlungsschreiben an die Arbeitsgemeinschaft formuliert wird, um die Bedeutung der Nachhaltigkeit in Infrastrukturprojekten zu betonen.

Fazit und weitere Aktivitäten:
Eine interaktive Mentimeter-Abfrage zeigte: Der Workshop wurde von den Teilnehmenden äußerst positiv bewertet. Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und BIM standen ganz oben auf der Wunschliste für zukünftige Treffen. Besonders wertgeschätzt wurde der konstruktive Austausch auf Augenhöhe, der zielführende Dialog und die intensive Vernetzung. Der gemeinsame Wunsch, das Format im kommenden Jahr fortzusetzen, unterstrich den Erfolg der Veranstaltung.

Unser Dank gilt allen Mitwirkenden und Organisatoren, die die Arbeitsgruppen vorbereitet, begleitet und moderiert haben.

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Bereits zum vierten Mal hat sich der Verband Beratender Ingenieure (VBI) aktiv an der 103. Bauingenieur-Fachschaften-Konferenz (BauFaK) an der Hochschule Wismar engagiert. Vertreten durch Prof. Dr. Steffen Warmbold und Maximilian Dietz konnte der VBI vom 30. Oktober bis zum 2. November 2024 die Perspektive der Planungsbranche bei den Fachschaften einbringen. Mit seiner Unterstützung und Teilnahme setzt der VBI ein starkes Signal und hält den Dialog zwischen Studierenden und der Praxis aufrecht.

Die BauFaK wird in jedem Semester von den Bauingenieurstudierenden selbst organisiert und zählt zu den bedeutendsten Treffen für angehende Bauingenieure in Deutschland. Sie dient dem fachlichen Austausch und bietet eine Plattform, auf der Studierende wertvolle Kontakte zu Vertretern der Planungs- und Baubranche knüpfen können. Neben Workshops und Exkursionen stand vor allem der Austausch über aktuelle hochschulpolitische Themen und Herausforderungen im Bauwesen im Mittelpunkt.

In mehreren Arbeitskreisen wurden unter anderem Themen wie der Sanierungsstau an deutschen Hochschulen, zu lange Berufungsverfahren für Professuren im Bauwesen und Verbesserungsmöglichkeiten der Lehre diskutiert. Dabei entstanden Positionspapiere, Stellungnahmen und Empfehlungsschreiben, die an Hochschulleitungen und politische Akteure gerichtet sind.

Fachliche Exkursionen, wie eine baugeschichtliche Stadtführung, die Besteigung einer Windkraftanlage, eine Werksbesichtigung bei EGGER – ein weltweiter Holzwerkstoffhersteller –, eine Brückenexkursion und die Besichtigung der Deponie Ihlenberg, boten den Teilnehmenden praxisnahe Einblicke.

VBI unterstützt Studierende im Bauingenieurwesen

Der VBI engagiert sich kontinuierlich für die Förderung des Nachwuchses im Bauingenieurwesen. Das Engagement reicht von der Unterstützung bei Veranstaltungen wie der BauFaK bis hin zur gezielten Förderung von Studierenden durch praxisorientierte Mentoringprogramme.

„Für uns ist es von großer Bedeutung, die nächste Generation von Architektinnen und Bauingenieuren bestmöglich zu unterstützen und einen Beitrag zur praxisorientierten Bildung zu leisten“, erklärte Steffen Warmbold während der Konferenz. „Der Austausch mit den Studierenden ist eine wertvolle Gelegenheit, ihnen Einblicke in die Realität des Berufslebens zu geben und gleichzeitig von ihren Ideen und Perspektiven zu profitieren.“

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Ab dem 1. Januar 2025 greift die EU-Taxonomie und wird die deutsche Wirtschaft in vielen Bereichen neu prägen. Als Klassifikationssystem der EU bewertet sie wirtschaftliche Aktivitäten nach ihrem Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit und setzt dabei Standards für nachhaltiges Bauen. Diese klare Regelung soll auch den Zugang zur Finanzierung nachhaltiger Projekte vereinfachen.

Gerade für die Planungsbranche bringt die EU-Taxonomie umfassende Veränderungen mit sich. Sich mit den Anforderungen an die Berichterstattung vertraut zu machen, wird für Architektur- und Ingenieurbüros unverzichtbar. Um die Branche auf diese neuen Vorgaben vorzubereiten, haben die Bundesarchitektenkammer und der Verband Beratender Ingenieure einen praxisorientierten Leitfaden entwickelt. Dieser unterstützt Planungsbüros dabei, sich in den komplexen Dokumenten der EU-Taxonomie zurechtzufinden und gibt konkrete Hinweise zur Umsetzung der Standards. So können Planungsbüros ihre Bauherren, die der Berichterstattungspflicht unterliegen, gezielt und kompetent beraten.

Leitfaden EU-Taxonomie für Planungsbüros

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Am 31. Oktober fand das VBI-Forum „KI in der Planung“ statt – eine Hybridveranstaltung, die Raum für Austausch und wegweisende Diskussionen zur Zukunft der Planungsbranche im digitalen Zeitalter bot. Prof. Dr. Steffen Warmbold, Stv. Hauptgeschäftsführer des VBI und Leiter Grundsatzthemen, eröffnete das Forum mit einem Ausblick auf die Chancen und Herausforderungen, die Künstliche Intelligenz (KI) für die Entwicklung von Planung und Bau bereithält.

Künstliche Intelligenz in Planung und Bau: Effizienz und Präzision im Fokus

Zentrale Fragestellungen wie Effizienzsteigerungen und die Rolle digitaler Technologien in der Fehlervermeidung und im Risikomanagement standen im Fokus der Veranstaltung. Die vorgestellten Anwendungsbeispiele zeigten, wie KI-gestützte Tools Prozesse bereits heute optimieren und durch frühzeitige Fehlererkennung die Sicherheit und Qualität im Bauwesen verbessern können. Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Diskussion darüber, wie KI-gesteuerte Simulationen die Nachhaltigkeit und die langfristige Planungssicherheit von Projekten fördern können. Diese Anwendungen verdeutlichen das Potenzial von KI, die Bauwirtschaft zukunftsfähiger zu gestalten und gleichzeitig die Effizienz sowie die ökologische Verantwortung zu stärken.

Künstliche Intelligenz in der Dienstleistungserbringung: Mehrwert für alle Projektphasen

Ein Schwerpunkt der Diskussion war auch der Einsatz von KI in der Dienstleistungserbringung. Dabei wurden Chancen beleuchtet, wie KI-basierte Anwendungen es ermöglichen, Dienstleistungen effizienter, transparenter und flexibler zu gestalten. Im Planungs- und Bauwesen eröffnet die Einbindung von KI die Möglichkeit, komplexe Abläufe zu vereinfachen und schneller auf Kundenwünsche zu reagieren. Dies verbessert nicht nur die Interaktion mit dem Kunden, sondern führt auch zu innovativen Lösungsansätzen, die alle Projektphasen von der ersten Analyse über die Umsetzung bis zur finalen Bewertung bereichern. KI erweist sich hier als wertvolles Werkzeug, um anspruchsvolle Dienstleistungen zu optimieren und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Dank an die Expertinnen und Experten des VBI-Forums

Ein besonderer Dank gilt unseren Förderern, dem Mittelstand-Digital Zentrum Bau, Build-Ing und der Ruhr-Universität Bochum, deren Unterstützung dieses Forum ermöglicht hat. Ein herzlicher Dank gilt außerdem den Expertinnen und Experten, die mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen maßgeblich zum Erfolg des Forums beigetragen haben.

  • Prof. Dr.-Ing. Markus König, Ruhr-Universität Bochum
  • Prof. Dr.-Ing. Michael A. Kraus, Technische Universität Darmstadt
  • Thomas Kirmayr, Mittelstand-Digital Zentrum Bau / Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
  • Christian Richert, kevee
  • Jens Seiler, ZPP INGENIEURE
  • Tanguy Vidal, Capmo
  • Mark Borgmann, UiPath
  • Dr. Thomas Ruedel, Kauz.ai
  • Ralf-Stefan Golinski, Build-Ing.
  • Gilles Dostert, Zenesis
  • Diego Apellániz, kevee
  • Matthias Zühlke, syte
  • Dr. Lisa Theresa Lenz, Building Information Cloud
  • Heinrich Schimmel, Eccuro GmbH

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Der VBI hat zu zwei Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung des Vergaberechts Stellung genommen. Das Vergabetransformationspaket (VTP) macht rund 300 Einzelvorschläge, um die Vergabe öffentlicher Aufträge zu vereinfachen. Der Entwurf des Bundestariftreugesetzes (BTTG) zielt darauf ab, die Wettbewerbsbedingungen für tarifgebundene und tarifungebundene Unternehmen anzugleichen.

Dazu erklärt VBI-Präsident Jörg Thiele: “Beim Vergabepaket schlägt die Bundesregierung vor, die alternative Auftragswertermittlung des „Burgi-Gutachtens“ zu übernehmen. Das würde uns vor sinnlosen europaweiten Ausschreibungen weitgehend schützen. Negativ ist allerdings, die erleichterte Vergabe an Generalplaner bzw. General-/Totalunternehmer. Hinsichtlich des Bundestariftreugesetzes fordern wir eine Ausnahme für Branchen, die keine repräsentativen Tarifverträge haben, wie die Planungsunternehmen.”

Zur gesamten Stellungnahme

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Am 11. Oktober 2024 hat das Symposium „Tragwerksplanung: Vision & Konstruktion 2024“ an der Berliner Universität der Künste stattgefunden, das sich inzwischen als Treffpunkt für an Konstruktion Interessierte – sei es aus Ingenieurwesen oder Architektur – etabliert hat. Die jährliche Veranstaltung bietet Praktikern, Forschenden und Studierenden eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Tragwerksplanung. Neben zukunftsweisenden Vortägen und der Präsentation herausragender Projekte steht deshalb bei jedem Symposium “Vision Konstruktion” die Diskussion im Vordergrund.

Christian Richert betont Verantwortung der Tragwerksplanung

Christian Richert, Vorsitzender des VBI-Ausschusses Konstruktiver Ingenieurbau, machte in seinem Grußwort die zentrale Rolle deutlich, die der Tragwerksplanung im Bauwesen zukommt. Er hob die Verantwortung der Ingenieurinnen und Ingenieure für nachhaltige Lösungen hervor, die den Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht werden. Richert umriss damit den thematischen Rahmen des Symposiums und leitete in einen Tag voller fachlicher Impulse und Diskussionen ein. Die Vorstellung des vielfältigen Programms übernahm Prof. Dr. Christoph Gengnagel, der für den wissenschaftlichen Beirat die Gäste begrüßte. Der sechsköpfige Beirat kuratiert und moderiert das Symposium Tragwerksplanung bereits seit 2015.

Neue Impulse und Dialog der Generationen

In diesem Jahr konnte sich das Symposium erneut als Austauschplattform für die Zukunftsthemen in der Konstruktion von Bauwerken beweisen. Insbesondere der Dialog zwischen den Generationen stand in diesem Jahr mehr denn je im Vordergrund. Dafür stand nicht nur die große Beteiligung Studierender im Auditorium, sondern auch der interaktive Beitrag des Netzwerks junger Ingenieurinnen und Ingenieure “Attitude Building Collective e.V. ABC”. Die drei Vortragenden von ABC brachten ihre kritische Sicht auf Bauprojekte in die Diskussion und erläuterten die Werthaltung des Kollektivs für einen zukunftsfesten, nachhaltigen Wandel im Bauwesen.

Damit standen die ABC-Vortragenden nicht allein – auch die erfahrenen Expertinnen und Experten unter den Vortragenden machten den notwendigen Wandel im Bauwesen zu ihrem Thema – jeweils aus unterschiedlicher Perspektive. Dabei ging es um die Entwicklung nachhaltigerer Baustoffe, wie bei Prof. Dr. Simone Stürwald, die an der Ostschweizer Fachhochschule Zürich an der CO2-Reduktion bei Betonen forscht, die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Baustoffs Holz von Mülheim/Ruhr über Berlin bis San Francisco, bis zur Komplexität von Sanierung und Umbau des altehrwürdigen Pergamonmuseums und der Umsetzung von Kreislaufwirtschaft im Bestand. Ein Highlight der Veranstaltung stellte der Vortrag von Mark Sarkisian, Skidmore, Owings & Merrill LLP, aus San Francisco dar, der mit seinen spektakulären Projekten und den Vorab immer aus freier hand gezeichneten ersten Skizzen die Zuhörenden daran erinnerte, die Ingenieurkunst tatsächlich als Kunst zu betrachten: “Engineering is Poetry” lautete sein Statement zum Anschluss der Veranstaltung.

Bei allen diesen Beiträgen stand die Umsetzung und Umsetzbarkeit von nachhaltigen Lösungen in Planung und Ausführung als Leitfrage im Mittelpunkt – auch in der lebhaften, kritischen Diskussion mit dem Publikum.

Fachlicher Austausch und Diskussionen

Seinem Anspruch gemäß bot das Symposium viel Raum für diesen Austausch aller Teilnehmenden und die Diskussion über die Frage, was heute ein gutes Bau- oder Umbauprojekt ausmacht, um den Herausforderungen von Klima-, und Ressourcenschonung angemessen zu begegnen. Wie muss das Bauen von Morgen aussehen? Das sind die Fragen, denen sich das Symposium Tragwerksplanung Vision und Konstruktion Jahr für Jahr neu stellt.

Networking und Vernetzung

Nicht zuletzt bietet das Symposium als Treffpunkt der Branche den Raum für die Pflege und den Aufbau von Kontakten. Ob Studierende oder Berufserfahrene, alle nutzten die Gelegenheit, sich in den Pausen und beim Get Together auf der Terasse untereinander und mit den Referierenden auszutauschen und für zukünftige Vorhaben zu vernetzen. Die Gespräche abseits des offiziellen Programms sind ein unschätzbarer Bestandteil, der die Planenden über den fachlichen Input hinaus immer wieder zu “Vision und Konstruktion” nach Berlin führt.

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Am 15. Oktober nahm Christina Zimmermann, Mitglied im Bundesvorstand des VBI, auf dem BDI-Klimakongress im Futurium am Panel „Zwischen Veränderung und Überforderung – Welche Industriepolitik verbindet Wettbewerbsfähigkeit und Transformation?“ teil.

Zusammen mit Stefan Dohler (BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.), Johannes F. Kirchhoff (KIRCHHOFF Group) und Jens Spahn (MdB) wurde intensiv diskutiert, wie die deutsche Industrie klimafreundlich und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben kann.

Kernfragen: Wie können wir die Transformation vorantreiben, ohne den wirtschaftlichen Rückhalt zu verlieren? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es, um Innovation und Klimaschutz zu vereinen?

Christina Zimmermann betonte die Notwendigkeit von Entbürokratisierung und Digitalisierung. Besonders äußerte sie den Wunsch, dass BIM-Modelle (Building Information Modeling) künftig ein fester Bestandteil von Bauanträgen werden, um Planungsprozesse effizienter und transparenter zu gestalten.

Sascha Steuer, Christina Zimmermann, Jens Spahn

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