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Am 10. Juli 2024 lud die Autobahn GmbH des Bundes zum Dialogforum „BIM – Autobahn GmbH und Bauwirtschaft“ ein. Ziel der Veranstaltung war es, den aktuellen Stand der Umsetzung von Building Information Modeling (BIM) in der Bauwirtschaft zu diskutieren. Um fundierte Einblicke in die Fortschritte und Herausforderungen der VBI-Unternehmen zu erhalten, führte der VBI im Vorfeld eine Umfrage durch.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen ein ermutigendes Bild:

  • Implementierungsstatus: 70 % der teilnehmenden Unternehmen haben BIM bereits vollständig implementiert oder befinden sich in der Implementierungsphase.
  • Vorteile von BIM: Die häufigsten genannten Vorteile durch die Nutzung von BIM sind eine verbesserte Zusammenarbeit und Kommunikation, geringere Fehlerquoten sowie eine höhere Planungsgenauigkeit.
  • Herausforderungen: Zu den größten Herausforderungen zählen Schnittstellenprobleme mit anderen Projektbeteiligten, die nicht mit BIM arbeiten, Kompatibilitätsprobleme mit anderen Systemen sowie die hohen Implementierungskosten.

Wissensstand im Team

Über 50 % der Teilnehmenden schätzen den Wissensstand in ihren Teams als sehr gut oder gut ein. Dennoch besteht hier noch Luft nach oben, um eine flächendeckend hohe Kompetenz im Umgang mit BIM zu erreichen.

Erwartungen für die nächsten 5 Jahre

Die Umfrage brachte auch Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von BIM zum Vorschein:

  • Verständnis des Auftraggebers: Es wird erwartet, dass Auftraggeber zunehmend verstehen, dass BIM die Planungskosten erhöhen kann, der Mehrwert jedoch im verbesserten Output liegt.
  • Fortschritte in der Software-Entwicklung: Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der BIM-Software wird als wesentlich erachtet.
  • Automatische Bestandsmodellierung durch KI: Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur automatischen Bestandsmodellierung wird als bedeutender Fortschritt gesehen.
  • Partnerschaftlichere Zusammenarbeit: Eine engere Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten wird als entscheidend für den Erfolg von BIM-Projekten angesehen.
  • Standardisierung und klare Vorgaben: Weitere Standardisierungen, klare Honorierungsvorgaben und Zielvorstellungen der Auftraggeber werden erwartet.

Das Fazit der Umfrage zeigt ein geteiltes Meinungsbild: Die Antworten reichten von „BIM ist die Zukunft“ bis hin zu Bedenken, dass das Wissen auf Seiten der Auftraggeber und Behörden derzeit noch nicht ausreichend ist. Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Filed Under: News Tagged With: Autobahn, Bauwirtschaft, BIM, Building Information Modeling, Umfrage

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Per Videokonferenz hat die Autobahn GmbH am 21. April gemeinsam mit dem BMVI und Vertretern der wichtigsten Verbände der Bauplaner und Bauunternehmen, darunter der VBI, ihren „Runden Tisch Baumanagement“ gestartet. In einer Pressemitteilung dazu betont Bundesminister Andreas Scheuer: „Wir müssen angesichts der Corona-Situation mit allen Mitteln dafür sorgen, dass weiter gebaut wird und die Bauwirtschaft arbeiten kann. Dafür machen wir ein Konzept für gutes Baumanagement. Zudem brauchen wir dringend neue Ausschreibungen und Vergaben für Bundesfernstraßenprojekte. Dazu haben wir im BMVI ein Konjunkturpaket vorbereitet, das wir sofort umsetzen könnten: Fahrbahnerneuerungen, Brückenertüchtigungen, Beschleunigung und Beginn von wichtigen Projekten. Dafür benötigen wir dringend zusätzliche Haushaltsmittel.“

Zum zentralen Anliegen des neuen Kooperationsformats, Baumaßnahmen auf den Autobahnen effektiver und effizienter als heute durchzuführen, erklärte Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: „Mit dem Runden Tisch Baumanagement wollen wir erstmals mit den wichtigen Stakeholdern der Bauwirtschaft gemeinsam entsprechende Vorschläge und Maßnahmenpläne entwickeln. Zudem bietet die Autobahn-Reform die große Chance, die gesamte deutsche Baubranche mit dem ab 2021 alleinigen Betreiber der Autobahnen gemeinsam an einen Tisch zu holen.“

Für den VBI betont Präsident Jörg Thiele: „Mit unserer Mitarbeit wollen wir als Planer dazu beitragen, Bauvorhaben zur Sanierung und Ertüchtigung unserer Fernstraßen in Regie der neuen Autobahngesellschaft zügig und nachhaltig zu realisieren. Wir setzen uns deshalb für Ausschreibungen mit klar umrissenen Aufgabenstellungen ein und für Vergabeverfahren, bei denen die Qualität vor dem Preis als Zuschlagskriterium rangiert. Wir treten zudem für eine partnerschaftliche Projektabwicklung ein, weil jeder ‚Streit am Bau‘ Projekte verzögert und Kosten nach oben treibt.“

Nach dem Auftaktmeeting geht es nun um die Erarbeitung praktikabler Lösungen, um schnelleres Bauen zu gewährleisten. Das Themenspektrum umfasst insbesondere technische, organisatorische und vertragliche Fragen rund um das Baumanagement. Koordiniert durch einen Lenkungskreis, in dem Vorstand Dr. Mark Husmann den VBI vertritt, wurden drei Projektgruppen eingerichtet. In allen drei Projektgruppen arbeiten VBI-Vertreter mit. Projektgruppe 3 „Vertragsabwicklung, Projekt- & Risikomanagement” wird von Gerald Müller, VBI-Verkehrsausschuss, geleitet. Bis zum Sommer 2021 sollen greifbare und schnell umsetzbare Ergebnisse vorliegen.

Autobahn-Baustellen sind laut ADAC neben dem wachsenden Verkehrsaufkommen nach wie vor die wichtigste Stauursache. Die Länge der Staus summierte sich 2019 auf eine Gesamtlänge von nahezu einer halben Million Kilometer.

Filed Under: Alle Landesverbände, News Tagged With: Autobahn, Baumanagement, Projektbeschleunigung

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„Bundesweit einheitliche Qualitätsstandards im Fernstraßennetz sollen die Sicherheit und den Verkehrsfluss erheblich verbessern“, sagte Gunther Adler, Geschäftsführer Personal der Autobahn GmbH des Bundes, anlässlich eines Gesprächs mit VBI-Präsident Jörg Thiele in Berlin. „Dabei bauen wir auf die konstruktive und gute Zusammenarbeit mit dem VBI und die exzellente Kompetenz der Ingenieure“, so Adler. Einheitliche Prozesse und Abläufe in den Bereichen Planen, Bauen, Betreiben und Finanzieren sind zentrale Voraussetzungen für die Sicherung der Qualität auf hohem Niveau. Mit einer Gesamtnetzbetrachtung und -steuerung werden der bedarfsgerechte Aus- und Neubau, das Erhaltungsmanagement, die nachhaltigen Investitionen und die einheitlichen Qualitätsstandards für die Autobahnen erreicht.  Adler: „Unser Ziel ist es, als moderner und innovativer Infrastrukturanbieter Maßstäbe zu setzen. Die Autofahrerinnen und die Autofahrer und die Wirtschaft werden davon profitieren“.

Aus Sicht von VBI-Präsident Jörg Thiele sollten die Kompetenzen von VBI und Autobahn bei der Ausbildung von Ingenieuren und der Gewinnung von Fachkräften gebündelt werden. Die planenden Ingenieure und ihre Büros stellen hohe Anforderungen an die fachliche Qualifikation. Das schärft den Blick für die Qualität der Arbeit und den fairen Leistungswettbewerb. Aufbauend auf dem bisher geführten Dialog mit der Deges und den gemeinsam erarbeiteten Leitlinien zum Projektumgang sollten die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit weiter konkretisiert werden, um termingerechte sowie wirtschaftlich und technisch einwandfreie Projekte gemeinsam zu realisieren. So könnten Bauzeiten optimiert und Belastungen reduziert werden. Thiele: „Diese konstruktive Kommunikation gilt es nun bei der Realisierung der Projekte und der weiteren Zusammenarbeit umzusetzen“.

Filed Under: News Tagged With: Autobahn, Bauen, Planen, Qualität, Verkehr

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