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Innovationen im Brückenbau: Neue Ansätze für effiziente und nachhaltige Infrastruktur

14. April 2026 | Die VBI-Forumsreihe „Innovationen im Brückenbau“ zeigt, wie moderne Bauweisen und digitale Methoden die Branche verändern.

Wie kann Brückenbau innovativer, effizienter und zukunftsorientierter gestaltet werden? Mit der neuen VBI-Forumsreihe „Innovationen im Brückenbau“ werden aktuelle Entwicklungen, moderne Bauverfahren und digitale Planungsmethoden in den Fokus gerückt. Die Veranstaltungsreihe bietet praxisnahe Einblicke in zukunftsweisende Projekte und zeigt, wie sich der Brückenbau nachhaltig weiterentwickelt.

Den Auftakt der Reihe bildet am 14. April 2026 ein Vortrag zu einem modularen Brückensystem, das Arup im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen entwickelt hat. Das System kam erstmals beim Ersatzneubau zweier Straßenbrücken aus den 1960er-Jahren im Zuge der L518 („Stiegenkamp“ und „Nordbecker Damm“) bei Werne zum Einsatz. Ziel war es, die Bauzeit zu verkürzen und Verkehrsbeeinträchtigungen deutlich zu reduzieren. Abdalle Fakhouri und Julia Karasinska-Sochacki (Arup) stellen das System vor und berichten über ihre Erfahrungen aus dem Pilotprojekt.


Am 20. Mai 2026 stehen am Lehrstuhl für Stahlbeton- und Massivbau der TU Wien entwickelte Bauverfahren im Mittelpunkt. Vorgestellt werden das LT-Brückenbauverfahren sowie ein Klappverfahren nach dem Regenschirmprinzip. Beide Ansätze ermöglichen den Einsatz dünnwandiger, vorgefertigter Stahlbetonbauteile und tragen zu Materialeinsparungen sowie verkürzten Bauzeiten bei. Univ. Prof. em. Dr.-Ing. Johann Kollegger und Franz Untermarzoner (TU Wien) geben Einblicke in Entwicklung, Anwendung und Potenziale dieser Verfahren.


Ein weiterer Termin ist für Juni 2026 geplant. Im Fokus steht das Forschungsprojekt HyBridGen, das die Brückenplanung grundlegend verändern soll. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden aus Trassen- und Geodaten sowie ingenieurtechnischem Fachwissen automatisiert tragfähige Brückenentwürfe generiert. Die Ergebnisse werden fotorealistisch visualisiert und interaktiv aufbereitet. Dies verbessert die Transparenz in Planungsprozessen und unterstützt eine frühzeitige Beteiligung relevanter Akteure. Grundlage bildet eine Ontologie, die Wissen über Brückenbau und Rahmenbedingungen strukturiert. Auf Basis definierter Parameter wie Tragfähigkeit, Umfeld und Budget erstellt das System valide, parametrisierte Entwürfe. Die Validierung erfolgt anhand eines Pilotprojekts im Mitteldeutschen Braunkohlerevier.

Die VBI-Forumsreihe bietet eine Plattform für den fachlichen Austausch zu zentralen Zukunftsthemen im Brückenbau. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Effizienzsteigerung, Nachhaltigkeit sowie zur Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen. Die Veranstaltungen richten sich an Ingenieur- und Planungsbüros, öffentliche Auftraggeber sowie alle Akteure der Bau- und Infrastrukturbranche. Weitere Termine sind in Planung. Der VBI informiert fortlaufend über aktuelle Entwicklungen und Veranstaltungstermine.