Deutscher Brückenbaupreis 2027: Jury startet die Bewertung der eingereichten Bauwerke
Der Wettbewerb um den Deutschen Brückenbaupreis 2027 ist in seine entscheidende Phase eingetreten. Bei ihrer ersten Sitzung in Berlin hat die Jury die eingereichten Projekte erstmals umfassend gesichtet und diskutiert. Damit beginnt ein mehrstufiger Bewertungsprozess, an dessen Ende die Auszeichnung jener Bauwerke steht, die beispielhaft für herausragende Ingenieurleistungen im Brückenbau stehen.
Die Aufgabe des Preisgerichts reicht dabei weit über den Vergleich architektonischer oder konstruktiver Lösungen hinaus. Jede Brücke ist unter individuellen technischen, wirtschaftlichen und örtlichen Rahmenbedingungen entstanden. Entsprechend gilt es, die Projekte in ihrem jeweiligen Kontext zu bewerten und dabei Tragwerkskonzept, Planungsqualität, Bauausführung sowie gestalterische und nachhaltige Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen.über
Ingenieurqualität zeigt sich im Detail
Brücken verbinden nicht nur Orte, sondern auch Menschen, Verkehrswege und Regionen. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil einer leistungsfähigen Infrastruktur und zugleich sichtbarer Ausdruck ingenieurtechnischer Kompetenz. Hinter jedem Bauwerk stehen oft jahrelange Planungsprozesse, anspruchsvolle Berechnungen und interdisziplinäre Teams, die technische, wirtschaftliche und ökologische Anforderungen in Einklang bringen.
Gerade Beratende Ingenieurinnen und Ingenieure übernehmen dabei eine Schlüsselrolle. Sie entwickeln Tragwerkslösungen, koordinieren komplexe Planungsprozesse und schaffen Bauwerke, die Sicherheit, Funktionalität und Gestaltungsqualität miteinander verbinden. Der Deutsche Brückenbaupreis macht diese Leistungen sichtbar und rückt die Menschen hinter den Bauwerken in den Mittelpunkt.
Erfahrene Fachjury bewertet die Einreichungen
Über die Auszeichnungen entscheidet eine siebenköpfige Jury aus Ingenieurpraxis, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung. Den Vorsitz hat Gero Marzahn inne. Zum Preisgericht gehören außerdem Wolfgang Eilzer, Ludolf Krontal, Martina Schnellenbach-Held, Rainer Siegel, Anja Vehlow und Birga Ziegler.
Die Zusammensetzung der Jury spiegelt die unterschiedlichen Perspektiven wider, die für eine fundierte Bewertung erforderlich sind. Schließlich geht es nicht allein um technische Exzellenz. Auch Aspekte wie Innovation, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Bauablauf und Baukultur fließen in die Beurteilung ein. Ziel ist es, diejenigen Projekte zu identifizieren, die beispielhaft zeigen, wie moderner Brückenbau den vielfältigen Anforderungen unserer Zeit gerecht werden kann.
Der Weg zur Preisverleihung
Mit der Auftaktsitzung ist der Grundstein für den weiteren Wettbewerbsverlauf gelegt. In den kommenden Monaten wird die Jury die eingereichten Projekte vertieft analysieren und miteinander vergleichen. Dabei werden die Bauwerke Schritt für Schritt bewertet, bis schließlich die Preisträger feststehen.
Die Auszeichnung wird im März 2027 in Dresden verliehen. Dann werden jene Brücken ausgezeichnet, die in besonderer Weise für Ingenieurqualität, Innovationskraft und verantwortungsvolles Planen stehen und damit beispielhaft zeigen, welchen Beitrag der Brückenbau für eine leistungsfähige und zukunftsfähige Infrastruktur leistet.
Über den Deutschen Brückenbaupreis
Der Deutsche Brückenbaupreis ist eine gemeinsame Initiative der Bundesingenieurkammer und des Verbandes Beratender Ingenieure VBI. Er gilt als wichtigste Auszeichnung für Ingenieurleistungen im deutschen Brückenbau und wird alle zwei Jahre verliehen. Prämiert werden Bauwerke, die durch ihre technische Qualität, innovative Planung, nachhaltige Lösungen und hohe Baukultur überzeugen. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende Ingenieurleistungen sichtbar zu machen und die gesellschaftliche Bedeutung des Brückenbaus stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.











