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Die konjunkturelle Lage der Planungsbranche ist zum Jahresbeginn 2026 sehr uneinheitlich. Während 23 Prozent mit einem steigenden Auftragsbestand und 21 Prozent mit einem steigenden Umsatz rechnen, fürchten 31 Prozent einen Rückgang der Aufträge und 24 Prozent weniger Umsatz. 15 Prozent haben gar Sorge, dass ihr Büro in wirtschaftliche Schieflage geraten könnte. Die Probleme sind mit 21 Prozent bei den kleinen Büros mit weniger als zehn Mitarbeitern stärker ausgeprägt als bei den Größeren mit 12 Prozent. Die Zahlen setzen den Trend der IW-Branchenumfrage vom Sommer 2025 fort. Auch hier hatte sich das Bild gegenüber den Vorjahren leicht aufgehellt. 

Als Störfaktoren nennen die rund 230 teilnehmenden Ingenieurbüros gestörte Projektverläufe, Ingenieurmangel und den zunehmenden Wettbewerb. Viele Büros klagen über zurückgestellte Aufträge. Im öffentlichen Bereich wurden bei 47 Prozent der Büros einzelne oder viele Aufträge zurückgestellt, bei privaten Aufraggebern waren es 46 Prozent der Büros. 28 Prozent der teilnehmenden Unternehmen rechnen 2026 mit einem steigenden Personalbestand. 

Dazu erklärt VBI-Hauptgeschäftsführer Sascha Steuer: „Die Lage der Branche ist weiter sehr uneinheitlich. Insbesondere der Stopp öffentlicher Projekte durch den Haushaltsstreit im letzten Jahr und nun durch Verschiebungen bereits geplanter Projekte in das Sondervermögen führt zu Verunsicherung. Der gleichzeitige Stopp des HOAI-Novellierungsprozesses durch die neue Bundesregierung macht die Branche weniger attraktiv für den Nachwuchs. Beide Entwicklungen führen dazu, dass notwendige Kapazitäten nicht aufgebaut werden können. Wir brauchen nun endlich Verlässlichkeit bei den öffentlichen Aufträgen und eine Fortsetzung des HOAI-Novellierungsprozesses.”

Hier finden Sie die Umfrageergebnisse.

Konjunkturumfrage-2026
VBI-Konjunkturumfrage

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Zum sechsten Mal sind DEGES und der Verband Beratender Ingenieure (VBI) zusammengekommen, um den kontinuierlichen Dialog zur Zusammenarbeit in Infrastrukturprojekten fortzuführen. Die erneut große Resonanz unterstreicht die Bedeutung des Formats und den gemeinsamen Anspruch, die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre weiterzuentwickeln und zu stärken. Auch die Autobahn GmbH des Bundes sowie Vertreter der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt waren vertreten.

Kontinuität und Weiterentwicklung

Aufbauend auf den intensiven Diskussionen früherer Workshops konnten im Februar 2025 die Handlungsempfehlungen zur Kultur der Zusammenarbeit gemeinsam verabschiedet werden. An diese Ergebnisse knüpfte der Workshop am 29. Januar 2026 an. Ziel war es, den Blick nach vorn zu richten und zentrale Zukunftsthemen in den Fokus zu nehmen:

  • Innovationen in der Zusammenarbeit – Methoden, Werkzeuge und Prinzipien
  • BIM, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
  • Nachhaltigkeit

In Impulsen, Arbeitsgruppen und vertiefenden Gesprächen wurden konkrete Ansätze diskutiert, wie Zusammenarbeit in komplexen Infrastrukturprojekten weiterentwickelt und langfristig zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen

AG 1 – Innovationen in der Zusammenarbeit

Die Arbeitsgruppe stellte den SharePoint als Ergänzung und Toolbox zu den Handlungsempfehlungen vor. Diskutiert wurden mögliche Erweiterungen sowie zusätzliche praxisnahe Hilfsmittel, um die Empfehlungen im Projektalltag besser nutzbar zu machen.

AG 2 – BIM, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

In dieser Runde wurde der BIM-Leistungskatalog vorgestellt und diskutiert, der auf breite Zustimmung stieß.  Besonders positiv bewertet wurde, dass die Themen Daten, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zunehmend in den Vordergrund rücken.

AG 3 – Nachhaltigkeit

Die Teilnehmenden waren sich einig über die grundlegenden Nachhaltigkeitsziele und darüber, dass die erforderlichen Werkzeuge und das Know-how bei Planungsunternehmen vorhanden sind. Als zentrale Herausforderung wurde die konsequente Umsetzung von Nachhaltigkeit im Rahmen der Beauftragung identifiziert und weiter daran gearbeitet.

Ausblick

Eine begleitende Umfrage unter den Teilnehmenden hat gezeigt, dass künftig insbesondere Vertiefungen zu Künstlicher Intelligenz, IPA, Change Management, Nachhaltigkeit sowie zum Digitalen Zwilling gewünscht sind. Diese Impulse werden in die Weiterentwicklung des Workshop-Formats einfließen.

Der DEGES–VBI-Workshop hat damit erneut gezeigt, wie wichtig ein breites Verständnis und wie entscheidend eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Planern und Auftraggebern für die Zukunft von Infrastrukturprojekten ist.

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In Berlin ist das neue Baukammergesetz mit Veröffentlichung im Amts- und Verordnungsblatt am 21.01.2026 in Kraft getreten. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte das Gesetz in mehreren Punkten geändert und mit den Stimmen von CDU, SPD und Linksfraktion im Dezember beschlossen. In Berlin tätige Bauingenieurinnen und Bauingenieure können nun nicht mehr zu einer Doppelmitgliedschaft in Berlin verpflichtet werden, wenn sie bereits Mitglied einer anderen Ingenieurkammer sind.

Hier finden Sie den Beschlusstext.

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Wie gelingt es Ingenieur- und Planungsbüros, dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen und zugleich die Potenziale einer vielfältigen Belegschaft zu nutzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das VBI-Forum „Personalvielfalt gestalten – Brücken bauen zwischen Generationen & Kulturen“, das am 23. Januar 2026 mit rund 100 Teilnehmenden, intensiven Impulsen und lebhaften Diskussionen digital stattfand.

In seiner Keynote ordnete Prof. Dr. Stefan Razinskas (TU Dresden) das Thema Personalvielfalt aus organisations- und arbeitspsychologischer Perspektive ein. Vielfalt, so sein Fazit, ist kein Selbstläufer, sondern ein „zweischneidiges Schwert“: Sie kann Leistung, Innovation und Zusammenarbeit fördern – oder hemmen, wenn Führung, Strukturen und Unternehmenskultur nicht darauf ausgerichtet sind. Entscheidend seien ein inklusives Arbeitsklima, diversitätssensible Führung sowie der bewusste Umgang mit sozialen Kategorisierungen in Teams.

Den Blick auf die Altersvielfalt lenkte Dr. Anika Jansen (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, IW Köln). Sie zeigte auf, dass ältere Beschäftigte ein zentraler Bestandteil der Lösung im Fachkräftemangel sind. Unternehmen, die altersgerechte Arbeitsbedingungen schaffen, flexible Übergänge in den Ruhestand ermöglichen und den Wissenstransfer aktiv gestalten, sichern nicht nur Erfahrung und Qualität, sondern auch Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Wertschätzung, passende Arbeitszeitmodelle und strukturierter Wissenstransfer erwiesen sich dabei als zentrale Erfolgsfaktoren.

Einen starken Praxisbezug brachte der Beitrag von Heiko Frerichs (faw – Fortbildungsakademie der Wirtschaft) ein. Unter dem Titel „Sauerkraut & Baklava“ verdeutlichte er, dass interkulturelle Integration im Betrieb keine Einbahnstraße ist. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen seien eine gelebte Willkommenskultur, klare Kommunikation und verbindliche Strukturen entscheidend, um internationale Fachkräfte nachhaltig zu binden und Konflikten vorzubeugen.

Praxisberichte aus Planungsunternehmen rundeten das Forum ab. Christina Westphal (Ingérop Deutschland) berichtete über den Umgang mit Alters- und Kulturvielfalt in einem international tätigen Ingenieurunternehmen. Anni Ratz (Assmann Beraten + Planen) stellte vor, wie Vielfalt im Rahmen einer Unternehmensinitiative gezielt gefördert und als fester Bestandteil der Unternehmenskultur verankert wird. Ergänzend stellten Raymundo Tejeda (Tejeda Ingenieurbüro für Planung und Projektmanagement) und Jochen Lang (Akademie der Ingenieure) praxisbewährte Wege vor, wie internationale Fachkräfte qualifiziert, begleitet und erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Inge Brendler (HereLocation) zeigte zudem, dass ganzheitliches Onboarding internationaler Fachkräfte bereits lange vor dem ersten Arbeitstag beginnt – vom Visum bis zur sozialen Integration vor Ort.

Das VBI-Forum machte deutlich: Personalvielfalt ist kein Randthema, sondern eine strategische Führungsaufgabe. Unternehmen, die Vielfalt bewusst gestalten, Brücken zwischen Generationen und Kulturen bauen und in Strukturen, Haltung und Beziehungen investieren, stärken ihre Arbeitgeberattraktivität und Zukunftsfähigkeit. Der VBI setzt mit dem Forum ein klares Signal, diesen Weg aktiv zu begleiten und seine Mitglieder dabei zu unterstützen.

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Die vielfach marode Infrastruktur ist ein Problem für den Standort Deutschland. Um Straßen, Schienen und insbesondere Brücken zügig zu ersetzen und neu zu bauen, braucht es schnellere Prozesse auf allen Ebenen.

Die im VBI organisierten unabhängigen Ingenieurunternehmen sind in die Planung, Steuerung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten eingebunden und kennen daher die Hürden und Verzögerungen. Auf dieser Grundlage macht der VBI konkrete Vorschläge für Verbesserungen, die direkt wirksam werden und kurzfristig umsetzbar sind.

Infrastruktur-Zukunftsgesetz wichtiger Schritt

Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das bereits vom Kabinett beschlossen wurde und bald im Bundestag beraten werden soll, geht dabei in die richtige Richtung. Denn Geld alleine reicht nicht, um unsere Infrastruktur schnell zu modernisieren. Es braucht bessere schnellere Prozesse auf allen Ebenen sowie den Abbau von Planungs- und Umsetzungshemmnissen. Zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz hat sich der VBI bereits ausführlich geäußert. Die Stellungnahme finden Sie hier.

Im legislativen Bereich braucht es darüber hinaus eine verbindliche Stichtagsregelung, die im Infrastruktur-Zukunftsgesetz fehlt, sowie einen praktikableren Umgang mit Ersatzbauwerken. Auch bei Veränderungen in der Bauweise sollten dabei einfachere und schnellere Genehmigungen möglich sein. Die Genehmigungsfiktion sollte zudem auf alle anwendbaren Projekte ausgeweitet werden und das Verbandsklagerecht mit einer Verkürzung der Begründungsfristen für Klagen verschärft werden.

Bereits jetzt viel Handlungsspielraum

Viele Maßnahmen können aus Sicht des VBI aber auch ohne regulatorische Änderungen umgesetzt werden. So setzen wir uns dafür ein, dass Nachweispflichten standardisiert und effizienter gestaltet werden. Zudem braucht es grundsätzliche Klarheit auf Seiten der Auftraggeber, keine behördeninternen Mehrfachprüfungen sowie die Nutzung von Plangenehmigungsverfahren, wo es sinnvoll ist. Auch im Bereich der Digitalisierung und der allgemeinen Ausstattung der Behörden besteht erheblicher Nachholbedarf.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung sollte durch kürzere Prozesse und Fristen sowie den Wegfall des Erörterungstermins effizienter gestaltet werden. Alle zusätzlichen Vorgaben, die über das EU-Recht hinausgehen, sollten abgeschafft werden. Wichtige Infrastrukturvorhaben könnten zudem verstärkt durch die Nutzung von Maßnahmengesetzen umgesetzt werden. Landesspezifische Regelungen und Vorgaben sollten durch eine Bundesbauordnung als verbindliche Grundlage für öffentliche Bauaufgaben ersetzt und um bundesweite digitale Verfahren ergänzt werden.

Der VBI wirbt mit diesem Impulspapier auch für einen Mentalitätswechsel im Planungs- und Baubereich sowie die Nutzung aller Potentiale zur Beschleunigung. Lesen Sie hier das gesamte Papier.

Infrastruktur schneller bauen
VBI-Impulspapier zur Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung

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Impulspapier: Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung in der Infrastruktur (PDF)

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Konstruktionen, Ideen und Visionen aus (fast) aller Welt präsentierte am 10. Oktober das Symposium Tragwerksplanung “Vision & Konstruktion”. Dass diese besondere Ausgabe der seit 2015 in Berlin etablierten Veranstaltung stattfinden konnte, war dem Abschied von Prof. Dr.-Ing. Mike Schlaich an der TU Berlin zu verdanken. Zu seiner “Farewell Lecture” hatte er sich Freunde und Weggefährten eingeladen, mit denen ihn zahlreiche Projektzusammenarbeiten verbinden. So kamen 14 herausragende konstruktive Ingenieure nach Berlin – von Asien, Afrika, aus Europa und den USA. Eine ideale Gelegenheit, die weitgereisten Ingenieurkünstler auf dem Symposium “Vision & Konstruktion” nach ihren Visionen, Ideen und Projekten zu befragen. “What matters Today?” lautete die Fragestellung, zu der am Freitag in der Universität der Künste 14 herausragende Vertreter ihres Fachs ihre je eigene Antwort gaben. Trotz der Vielfalt der vorgestellten Projekte und Perspektiven – eines eint die Konstruktiven: das Bewusstsein und die Verantwortung für die Herausforderungen, die sich heute an das Planen und Bauen stellen. Dazu kommt der Wunsch, die neue Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen und das Zutrauen, dass diese Generation die Werte aufgreift, die Dinge voranbringt und einiges besser machen wird.

Dieser weltumspannende Geist der Veranstaltung passte zum Publikum, das den Georg-Neumann-Saal an diesem Tag füllte. Viele Studierende, junge Planerinnen und Planer aus Architektur und Ingenieurwesen waren gekommen, um die großen Namen der konstruktiven Ingenieurkunst live zu erleben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Vortragenden freuten sich sichtlich über das interessierte und diskussionsfreudige Publikum.

Das Interesse motiviert: Die Veranstalter, der VBI, der Ingenieur Baukunst Verein und die Universität der Künste, schauen mit Spannung auf das nächste Symposium Tragwerksplanung Vision & Konstruktion im Jahr 2026 mit einem ganz neuen Fokus – denn das Lineup von 14 internationalen Koryphäen in diesem Jahr bleibt sicherlich ein außergewöhnliches Event.

English version of the article

On October 10, the symposium Structural Design “Vision & Construction” presented constructions, ideas and visions from (almost) all over the world. This special edition of the event, established in Berlin since 2015, marked the farewell of Prof. Dr.-Ing. Mike Schlaich from TU Berlin. For his Farewell Lecture, he invited long-time colleagues and collaborators, bringing 14 outstanding structural engineers from Asia, Africa, Europe and the United States to Berlin.

Under the guiding question “What matters today?”, each speaker shared their own perspective at the University of the Arts. Despite the diversity of projects and approaches, a common theme emerged: a strong sense of responsibility for today’s challenges in planning and construction, combined with the desire to pass on experience and values to the next generation of engineers.

The international spirit of the symposium was reflected in its audience. Many students and young professionals in architecture and engineering filled the Georg Neumann Hall, eager to engage with leading figures in structural design. The lively discussions demonstrated the relevance and impact of the event.

Encouraged by the strong interest, the organizers – VBI, Ingenieur Baukunst Verein and the University of the Arts – are already looking ahead to the next Vision & Construction symposium in 2026, which will feature a new focus following this year’s exceptional international lineup.

All 14 speaches are available here in full length video format. The 14 individual videos can be selected via the playlist menu in the top right corner.

ASIEN / ASIA
Japan: AKIO KASUGA II China: WEI CHEN II India: HARSHAVARDHAN SUBBARAO

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AFRIKA / AFRICA
Egypt: MOURAD BAKHOUM II RSA South Africa: JOHN ANDERSON

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EUROPA / EUROPE
Austria: KONRAD BERGMEISTER II Swiss: JÜRG CONZETT II Swiss: PHILIPPE BLOCK II Belgium: LAURENT NEY II France: MARC MIMRAM II England: IAN FIRTH II Spain: JOSÉ ROMO MARTÍN

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AMERIKA / AMERICA
United States: GUY NORDENSON II United States: WILLIAM F. BAKER

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Hier sind alle 14 aufgezeichneten Vorträge vollständig einsehbar.

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Das Jahr 2026 stellt die Branche der Beratenden Ingenieure vor erhebliche Herausforderungen – und zugleich vor zahlreiche Chancen. Ausbau und Sanierung der Infrastruktur, die digitale Weiterentwicklung von Planung und Bau sowie die Transformation hin zu mehr Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit verlangen nach klugen, unabhängigen und verantwortungsvollen Lösungen. Genau hier liegt die besondere Stärke der Beratenden Ingenieure: Sie verbinden fachliche Expertise mit pragmatischem Vorgehen.

„Unsere Branche steht 2026 vor wegweisenden Entscheidungen. Beratende Ingenieure sind gefragt, weil sie technische Kompetenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden“, so VBI-Präsident Jörg Thiele.

Verlässliche Rahmenbedingungen und Digitalisierung

Der VBI wird sich im neuen Jahr mit Nachdruck für verlässliche Rahmenbedingungen, faire Vergabeverfahren und eine stärkere Wertschätzung von Qualität und Ingenieurleistung einsetzen. Den Auftakt bildet die Fortführung der HOAI-Novellierung im Bundeswirtschaftsministerium.

Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Digitalisierung – von der Planungsmethodik über die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten bis hin zur Förderung von KI-Innovationen und neuen Geschäftsmodellen. Ziel ist es, innovative Technologien praxisnah und wirksam in die Planungs- und Bauprozesse zu integrieren.

„Digitalisierung und KI sind keine Zukunftsvision, sondern Werkzeuge, die wir heute nutzen müssen, um Planung und Bau effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten“, betont VBI-Hauptgeschäftsführer Sascha Steuer.

Fachkräfte sichern und Nachwuchs fördern

Der Fachkräftemangel bleibt eine zentrale Aufgabe. Der VBI setzt sich weiterhin für: attraktive Berufswege, praxisnahe Aus- und Weiterbildung, starke Nachwuchsarbeit, z. B. über die Ausdenker-Kampagne, ein. Denn die Zukunft der Branche hängt entscheidend von den Menschen ab, die sie gestalten.

Gemeinsam mehr erreichen

Wir laden alle Mitglieder ein, sich aktiv in den Verband einzubringen. Sascha Steuer und die Bundesgeschäftsstelle stehen für Anregungen zu relevanten Themen und Initiativen zur Verfügung. Gemeinsam lassen sich die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Planen und Bauen im kommenden Jahr gestalten.

Der VBI wünscht allen Mitgliedern und deren Teams ein gesundes, erfolgreiches und zuversichtliches Jahr 2026. Gemeinsam können Beratende Ingenieure ihre besondere Rolle in der Gesellschaft weiter stärken und die Weichen für eine nachhaltige, digitale und leistungsfähige Infrastruktur stellen.

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Die European Federation of Engineering Consultancy Associations (EFCA) hat den EFCA Future Leaders Wettbewerb 2026 gestartet. Bereits zum 17. Mal richtet sich die europaweite Initiative an junge Ingenieurinnen und Ingenieure bis 35 Jahre, die in EFCA-angehörigen Ingenieur- und Beratungsbüros tätig sind.

Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, herausragende Nachwuchskräfte sichtbar zu machen, ihre fachliche Exzellenz ebenso wie ihr gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein zu würdigen und die Attraktivität des Ingenieurberufs in Europa zu unterstreichen. Zugleich stärkt er die Vernetzung innerhalb des europäischen Ingenieurwesens und macht die Leistungsfähigkeit der EFCA-Mitgliedsverbände international erlebbar.

Für den VBI und seine Mitgliedsunternehmen bietet der Wettbewerb eine besondere Gelegenheit, junge Talente gezielt zu fördern, ihre Projekte auf europäischer Ebene zu präsentieren und die Bedeutung qualifizierter Ingenieurleistungen für zentrale Zukunftsaufgaben hervorzuheben – von der Digitalisierung über den Klimaschutz bis hin zum gesellschaftlichen Mehrwert technischer Lösungen.

Die Bewertung der Einreichungen erfolgt anhand von fünf Exzellenzkategorien:

  • Qualität der Einreichung und Präsentation
  • Ingenieurleistung
  • Digitale und neue Technologien
  • Auswirkungen auf Klima und Biodiversität
  • Beitrag zur Gesellschaft

Im Mittelpunkt steht dabei der persönliche Beitrag der Bewerberinnen und Bewerber zum jeweiligen Projekt und die Frage, wie Ingenieurkompetenz verantwortungsvoll, innovativ und zukunftsorientiert eingesetzt wird.

Bewerbungen können bis zum 30. März 2026 in der VBI-Bundesgeschäftsstelle unter dietz@vbi.de eingereicht werden. Der VBI ruft seine Mitgliedsunternehmen ausdrücklich dazu auf, geeignete Nachwuchskräfte zu nominieren, die Ausschreibung aktiv zu verbreiten und so gemeinsam die nächste Generation von Führungspersönlichkeiten im Ingenieurwesen zu stärken.

Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und Ablauf finden Sie hier.

Maximilian Dietz
Maximilian Dietz
Fachkräfte & Nachwuchs
dietz@vbi.de
+49 30 260 62-244

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Die Wettbewerbsfähigkeit Europas entscheidet sich künftig nicht allein an Innovationsgeschwindigkeit oder Rechenleistung, sondern an der Widerstandsfähigkeit seiner digitalen Systeme. Zu diesem Schluss kommt der neue EFCA-Bericht „Engineering Resilience: Current Challenges, Risks and Recommendations for the ICT Sector in Europe“, der jetzt in Brüssel vorgestellt wurde. Darin warnt die European Federation of Engineering Consultancy Associations (EFCA) vor wachsenden Risiken für das digitale Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft.

„Die Resilienz von Informations- und Kommunikationstechnologien ist Europas neue Wettbewerbsgrenze“, sagt EFCA-Präsidentin Inés Ferguson. Europa habe die Chance, in diesem strategisch entscheidenden Feld eine führende Rolle zu übernehmen – vorausgesetzt, Resilienz werde von Beginn an mitgedacht. Nötig seien ein Resilience-by-Design-Ansatz, qualitätsbasierte Beschaffungsmodelle, interoperable Standards sowie gezielte Investitionen in Kompetenzen und Fachkräfte. Die beratenden Ingenieure stünden bereit, gemeinsam mit Politik und Industrie ein digitales Ökosystem zu gestalten, das sicher, robust und langfristig wertschöpfend sei.

Digitale Verwundbarkeit mit Kaskadeneffekten

Der Bericht wurde vom EFCA Future Trends Committee in Zusammenarbeit mit der Universität Marburg erarbeitet. Er analysiert den Zustand des europäischen IKT-Sektors, identifiziert Schwachstellen in digitalen Infrastrukturen und Lieferketten und zeigt konkrete Wege auf, wie Resilienz in einem zunehmend vernetzten System kritischer Infrastrukturen gestärkt werden kann.

Informations- und Kommunikationstechnologien bilden heute die Grundlage nahezu aller essenziellen Dienste – von Energie- und Wasserversorgung über Verkehr und Finanzsysteme bis hin zum Gesundheitswesen. Störungen digitaler Systeme können sich daher rasch über Sektor- und Landesgrenzen hinweg ausbreiten. Der EFCA-Bericht benennt alternde Infrastrukturen, den Mangel an qualifizierten Fachkräften, fragmentierte Märkte sowie die strategische Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern als zentrale Risikofaktoren.

Resilienz von Anfang an

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Resilienz lässt sich nicht nachträglich „aufsetzen“. Sie muss integraler Bestandteil von Planung und Design digitaler Systeme sein. Beratende Ingenieure spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie cyber-, physische und klimabezogene Risiken frühzeitig in die Systemarchitektur integrieren und so robuste, anpassungsfähige und zukunftsfähige Infrastrukturen ermöglichen.

„Resiliente IKT wirkt wie ein Kraftverstärker für kritische Infrastrukturen“, betont Jeffrey Seeck, Vorsitzender des EFCA Future Trends Committee. „Wird sie richtig geplant, steigt die Widerstandsfähigkeit aller angebundenen Systeme gleich mit.“

Appell an Politik und Auftraggeber

Neben Empfehlungen an die Ingenieurpraxis richtet sich der Bericht ausdrücklich an europäische und nationale Entscheidungsträger. Gefordert werden langfristige Investitionen in die digitale Infrastruktur, eine kohärente Umsetzung bestehender Resilienz- und Cybersicherheitsgesetze sowie ein regulatorisches und vergaberechtliches Umfeld, das Qualität, Innovation und Widerstandsfähigkeit belohnt – statt kurzfristig allein auf den Preis zu schauen.

Der Bericht ist Teil einer Reihe von Veröffentlichungen des EFCA Future Trends Committee. Ziel ist es, die laufende Diskussion mit politischen Entscheidungsträgern auf europäischer und nationaler Ebene fachlich zu fundieren – und die Weichen für ein digitales Europa zu stellen, das auch unter Stress handlungsfähig bleibt.

Zum vollständigen EFCA-Bericht (PDF)

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Mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz will die Bundesregierung Planungs- und Genehmigungsverfahren in den Bereichen Straße, Schiene und Wasserstraße umfassend modernisieren und beschleunigen. Der Entwurf bündelt zahlreiche Maßnahmen, die stärkere Digitalisierung der Verfahren, die gesetzliche Einstufung zentraler Infrastrukturvorhaben als Vorhaben des überragenden öffentlichen Interesses, Ansätze zur Vereinheitlichung im Natur- und Artenschutz sowie die Vereinfachung einzelner Prüf- und Beteiligungsschritte wie der Raumverträglichkeitsprüfung und der Linienbestimmung. Ergänzend werden Genehmigungs- und Einvernehmensfiktionen eingeführt, vorhandene Spielräume bei Ersatzneubauten gestärkt und umweltrechtliche Rechtsschutzregelungen punktuell fortentwickelt, um Missbrauch vorzubeugen und die Bestandskraft von Genehmigungen zu erhöhen. Der gegenüber dem Entwurf vom November 2025 nachgebesserte Referentenentwurf ist aus Sicht des VBI grundsätzlich zu begrüßen.

Planungspraxis braucht mehr als neue Gesetze

Aus Sicht der Ingenieurpraxis ist eine grundlegende Modernisierung des Planungsrechts dringend erforderlich, da Verzögerungen häufig nicht allein aus komplexen gesetzlichen Regelungen entstehen, sondern aus unklaren Zuständigkeiten, heterogenen Bewertungsmaßstäben, uneinheitlichen Verwaltungsabläufen und fehlenden digitalen Infrastrukturen. Nicht allein gesetzliche Anpassungen beschleunigen jedoch Planungs- und Genehmigungsverfahren, sondern ebenso ein verändertes behördliches Arbeits- und Entscheidungsverhalten, auf das aktiv hingewirkt werden muss. Der VBI unterstützt daher alle Schritte, die Verfahren strukturieren, Standards harmonisieren, Planungsprozesse digitalisieren und die Entscheidungssicherheit der Behörden stärken. Ein verlässliches und effizientes Planungsrecht entsteht nur dann, wenn gesetzliche Vorgaben mit klaren internen Leitlinien, zeitgemäßen Verwaltungsstrukturen und einer konsequenten Nutzung bestehender Handlungsspielräume verbunden werden.

VBI-Forderungen

Überragendes öffentliches Interesse klar definieren: Der VBI unterstützt die gesetzliche Verankerung des überragenden öffentlichen Interesses, sieht jedoch die Notwendigkeit einer klareren gesetzlichen Definition. Eine präzisere Ausgestaltung erhöht die Vorhersehbarkeit, stärkt die gerichtsfeste Anwendung und stellt sicher, dass das Instrument seine beabsichtigte Wirkung entfalten kann.

Erleichterte Behandlung von Ersatzneubauten: Der VBI unterstützt die erleichterte Behandlung von Ersatzneubauten und teilt die Einschätzung des BDI, dass für funktionsgleiche oder nur angepasste Bauwerke regelmäßig keine Planfeststellung erforderlich ist. Der überarbeitete Referentenentwurf setzt hier ein richtiges Signal, indem er durch verfahrensrechtliche Straffungen und den Abbau formaler Risiken die praktische Anwendbarkeit vereinfachter Verfahren, insbesondere der Plangenehmigung, weiter verbessert.

Digitale Beteiligungs- und Verfahrenslösungen: Digitale Beteiligungs- und Verfahrenslösungen sollten auf einheitlichen Standards, kompatiblen Formaten und interoperablen Schnittstellen beruhen, um Medienbrüche und Mehraufwand zu vermeiden. Ziel sollte eine bundesweit nutzbare und kompatible digitale Verfahrenslandschaft sein, die langfristig nicht nur die öffentliche Beteiligung abbildet, sondern perspektivisch den vollständigen Ablauf von Planungs- und Genehmigungsprozessen integriert.

Vereinheitlichung artenschutzrechtlicher Prüfungen: Die im Referentenentwurf angelegten Ansätze zur Vereinheitlichung artenschutzrechtlicher Prüfungen sind aus Sicht des VBI zu begrüßen. Unterschiedliche Prüfmaßstäbe und wiederholte Kartierungen stellen in der Praxis ein erhebliches Verzögerungspotenzial dar und sollten vermieden werden.

Vereinfachung von Raumverträglichkeit und Linienbestimmung: Die Abschaffung der Raumverträglichkeitsprüfung und die Vereinfachung der Linienbestimmung sind geeignete Schritte, um Doppelprüfungen zu vermeiden. Der VBI regt an, die Verfahren von Raumordnung, Linienbestimmung und Planfeststellung künftig noch stärker zu verzahnen, um Zuständigkeiten klarer zu strukturieren und Verfahrensschritte zu verschlanken.

Begrenzung von Rücknahme- und Widerrufsmöglichkeiten: Der VBI hält daher eine deutliche Begrenzung der Rücknahme- und Widerrufsmöglichkeiten für notwendig. Eine fingierte Genehmigung muss gerade dann Bestandsschutz entfalten, wenn Verzögerungen auf Versäumnisse der Behörde zurückzuführen sind. Andernfalls verbleibt für Vorhabenträger ein unzumutbares Risiko, da sie auf der Grundlage einer Fiktion weiterplanen und investieren müssen, ohne die erforderliche Rechtssicherheit zu erhalten.

Notwendigkeit einer verbindlichen Stichtagsregelung: Eine verbindliche Stichtagsregelung fehlt im Referentenentwurf, obwohl sie im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. Der VBI bedauert dies ausdrücklich. Aus Sicht der Planungs- und Ingenieurpraxis gehört eine Stichtagsregelung zu den wirksamsten Instrumenten zur tatsächlichen Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Sie ist entscheidend, um Planungssicherheit herzustellen und zu verhindern, dass laufende oder weit fortgeschrittene Verfahren durch nachträgliche Rechtsänderungen immer wieder verzögert oder faktisch zurückgeworfen werden.

Dokumente:

VBI-Stellungnahme Infrastruktur-Zukunftsgesetz-15.12.2025 (PDF)

Referentenentwurf Infrastruktur-Zukunftsgesetz (PDF)

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