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GIZ und VBI vertiefen strategischen Austausch

24. Februar 2026 | Wie kann die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unter veränderten geopolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen wirkungsvoll aufgestellt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des erneuten Austauschs zwischen GIZ und VBI auf Vorstandsebene am 19. Februar 2026.

Für den VBI nahmen Präsident Jörg Thiele, Anja Desai (Vorstand Auslandsausschuss), Dr. Tanja Lingohr (Sprecherin AG Technische Zusammenarbeit) sowie Hauptgeschäftsführer Sascha Steuer teil. Die GIZ wurde durch Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel sowie Petra Warnecke, Dr. Arved Greiner und Dr. Elke Siehl vertreten.

VBI-Präsident Jörg Thiele verwies auf die weiterhin heterogene Lage der Ingenieurbüros, wie sie auch die aktuelle VBI-Konjunkturumfrage zeigt. Zugleich betonte er die Bedeutung enger Abstimmung zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft:„Eine besonders enge Kommunikation und Kooperation der Consultants und staatlichen Institutionen ist in einer immer unsicherer werdenden Welt entscheidend, wenn die eingesetzten Mittel Wirkung erzielen sollen.“

Hauptgeschäftsführer Sascha Steuer berichtete zudem über den Austausch mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), unter anderem mit Staatssekretär Niels Annen am 3. Dezember 2025. „In einer immer volatileren Welt und bei zurückgehenden Mitteln können wir nur gemeinsam erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit leisten“, so Steuer.

Vor diesem Hintergrund adressierte der VBI zentrale Fragen an die GIZ zur geplanten BMZ-Reform: Welche Auswirkungen hat die angestrebte stärkere Fokussierung der Technischen Zusammenarbeit auf Consulting- und Ingenieurunternehmen? Wie verändert sich die Rolle der GIZ durch eine stärkere Kopplung an außenwirtschaftliche Interessen Deutschlands? Welche Perspektiven ergeben sich für die Zusammenarbeit in Least Developed Countries (LDCs) sowie in Schwellenländern?

Weitere Themen waren die künftige Ausschreibungspraxis, mögliche Veränderungen der Vergabekonditionen, der Umgang mit neuen Wettbewerbern sowie Fragen zu Haushaltskürzungen, offenen Rechnungen und Zahlungsverzug.

Einigkeit bestand darin, dass die Arbeit in fragilen Kontexten und in LDCs weiter an Bedeutung gewinnen wird. Auch der Wiederaufbau in Syrien und der Ukraine sowie die Rolle deutscher Unternehmen bei Global-Gateway-Vorhaben wurden intensiv diskutiert. VBI und GIZ bekräftigten abschließend ihren gemeinsamen Anspruch, die Partnerschaft strategisch weiterzuentwickeln und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Sinne eines starken „Team Deutschland“ zukunftsfest aufzustellen.