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Coronakrise – 24 Prozent der Planer kämpfen inzwischen mit den Folgen

03. September 2020

Wie die aktuelle VBI-Umfrage zu den Auswirkungen der Coronakrise zeigt, befürchtet fast ein Viertel (24 %) der Planungsunternehmen, 2021 in eine wirtschaftliche Schieflage zu geraten. Hauptgrund: die zunehmende Zurückhaltung bei Investitionen.

Laut Umfrage kämpfen derzeit 21 Prozent der Unternehmen bereits mit deutlich zurückgegangenen Umsätzen. Dies liegt insbesondere an stornierten Aufträgen. So geben 25 Prozent der Unternehmen an, dass aktuelle Aufträge der öffentlichen Hand storniert worden sind, von Stornierungen privater Auftraggeber sind sogar 44 Prozent betroffen. Für die Zukunft sieht das Bild ähnlich aus. So wurden bei 36 Prozent der Unternehmen Ausschreibungen der öffentlichen Hand verschoben oder zurückgezogen, 43 Prozent sind von aufgehobenen Ausschreibungen privater Auftraggeber betroffen. Vom Rückgang privater Investitionstätigkeit sind die größeren Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern stärker betroffen als die kleineren mit weniger als 10 Mitarbeitern. So können 52 Prozent der kleinen Unternehmen Neuaufträge im früheren Umfang abschließen, während dies nur 30 Prozent der größeren gelingt. Auch die aktuell zu vergebenden Projekte sind unter Druck geraten. So berichten 39 Prozent der Unternehmen von einem zunehmenden Preiswettbewerb.

„Die Ergebnisse der Umfrage sind Anlass zur Sorge. Wir stellen fest, dass insbesondere die privaten Auftraggeber derzeit noch wenig Vertrauen in die Zukunft und Bereitschaft zu Investitionen haben. Bei der öffentlichen Hand scheint das Konjunkturpaket der Bundesregierung zu wirken, doch auch hier gibt es Kommunen, die Projekte in die Zukunft verschieben. Wir erneuern daher unsere Forderungen alles zu tun, das die Investitionen ankurbelt. Was die Planer heute erleben, wird sich morgen auf die Baubranche auswirken. Eine stabile Planungs- und Bautätigkeit löst Multiplikatoreneffekte in weiteren Branchen aus. Unterbleibt sie, werden wichtige Impulse für die Gesamtwirtschaft nicht gesetzt“, so VBI-Präsident Jörg Thiele.

Wichtige Ergebnisse der Umfrage, an der sich 419 der rund 2.000 Mitgliedsunternehmen des VBI beteiligten, auf einen Blick:
>> 24 % fürchten 2021 in eine wirtschaftliche Schieflage zu geraten
>> 21% kämpfen mit deutlich zurückgehenden Umsätzen
>> 39 % berichten von zunehmendem Preiswettbewerb
>> 56 % schließen weniger öffentliche Neuaufträge ab
>> 59 % schließen weniger private Neuaufträge ab

Alle Umfrageergebnisse