Aktuelles Gunther Adler bleibt im Amt. Auch VBI hatte die angekündigte Abberufung kritisiert

Gunther Adler 2016 auf dem VBI-Kongress in Leipzig. Foto: Torsten George

Der Verband Beratender Ingenieure begrüßt, dass die Abberufung von Gunther Adler als Staatssekretär vom Tisch ist. VBI-Präsident Jörg Thiele hatte sich in einem Brief an den Bundesinneminister gewandt. Thiele kritisiert darin die nun revidierte Personalentscheidung scharf: „Gunther Adler bringt als ausgewiesener Experte in der Baupolitik die Fachkenntnis mit, die das neu zugeschnittene Bundesministerium notwendig braucht, um seinen Aufgaben in diesem wichtigen Politikfeld gerecht zu werden. Seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand ist deshalb ein fataler Schritt, schreibt der VBI-Präsident. Dabei weiß sich der VBI im Schulterschluss mit weiteren Verbänden und Organisationen der Baubranche. An einem gemeinsamen Schreiben gleicher Ausrichtung an die Bundeskanzlerin, das zum Auftakt des Wohngipfels überreicht wird, hat sich der VBI ebenfalls beteiligt.

Schon die Trennung der Zuständigkeiten für Bau und Infrastruktur in zwei Ministerien hält der VBI für kontraproduktiv. Die Eingliederung des Bereichs Bauwesen in das Bundesinnenministerium sei noch nicht ganz bewerkstelligt, da werde der zuständige Staatssekretär durch einen fachfremden Nachfolger ersetzt. Dieses Vorgehen habe den VBI  bewogen, als Verband der Planungs- und Beratungsunternehmen im Bauwesen auf den Bundesminister zuzugehen und ihm das Unverständnis über die Entscheidung mitzuteilen. Aus Sicht des VBI-Präsidenten handelt es sich um mehr als nur eine Personalentscheidung. Für die Branche signalisiere ein solcher Schritt die Schwächung politischer Unterstützung.

Angesichts der anstehenden Herausforderungen befürchtet  der Verband Beratender Ingenieure Blockaden in der bauwirtschaftlichen Dynamik. Gerade erst habe man drängende Vorhaben wie die Beschleunigung von Planungsverfahren, die energetische Optimierung im Bau und Sanierung und Ausbau der lang vernachlässigten In­frastruktur gemeinschaftlich angeschoben. Gleichzeitig stehe die Baubranche im Umbruch der Digitalisierung und in scharfem Konkurrenzkampf um zu wenige qualifizierte Nachwuchskräfte. VBI-Präsident Jörg Thiele appelliert daher an den Bauminister, die Zusammenarbeit bei diesen wichtigen Zukunftsfragen aufrechtzuerhalten.

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