US-amerikanischer Ingenieur wird für seine herausragenden Leistungen bei bedeutenden internationalen Projekten geehrt – Ingenieurkammer Baden-Württemberg und Verband Beratender Ingenieure VBI vergeben Auszeichnung am 11. Juli in Stuttgart
Stuttgart 10. Juli 2009: Am 11. Juli wird William F. Baker, Chefingenieur des „Burj Dubai“, in der Stuttgarter Staatsgalerie mit dem Fritz-Leonhardt-Preis 2009 ausgezeichnet. Der Fritz-Leonhardt-Preis (FLP) ist einer der großen europäischen Bauingenieurpreise. Er trägt den Namen des international angesehenen und 1999 verstorbenen Bauingenieurs Prof. Dr.- Ing. Fritz Leonhardt und wird von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg zusammen mit dem Verband Beratender Ingenieure VBI vergeben. Dem amerikanischen Preisträger kommt eine ganz besondere Ehre zuteil: Hätte Fritz Leonhardt doch am 11. Juli 2009 seinen 100sten Geburtstag gefeiert.
William F. Baker, geboren am 9. Oktober 1953 in Fulton (Missouri), studierte an der University of Missouri und der University of Illinois Bauingenieurwesen. 1981 trat er dem renommierten Architektur- und Ingenieur-Unternehmen Skidmore, Owings & Merrill LLP in Chicago bei, wo er seit dem Jahr 1996 auch Partner ist. William Baker ist bekannt für seine vielen Wolkenkratzer-Projekte. Zu Ihnen zählen unter anderem der AT & T Corporate Center (Chicago), der Trump International Hotel Tower (Chicago), der Infinity Tower (Dubai) und das Nanjing Greenland Financial Center (Nanjing).
Das bekannteste Bauwerk, bei dem er sich für die anspruchsvolle Tragkonstruktion auszeichnete, ist aber wohl der „Burj Dubai“ (Vereinigte Arabische Emirate). Der „Burj Dubai“ ist mit 818 Metern und 206 Stockwerken bis heute das höchste Bauwerk der Welt. Durch ein hohes Maß an Kreativität vereint William F. Baker bei seinen Planungen immer wieder Form, Funktion und Ästhetik. Um Rekordhöhen bei Türmen auch weiterhin erreichen zu können, entwickelte Baker das System des „gestützten Kerns“. Dabei besteht die Grundfläche der Tragstruktur, wie beim „Burj Dubai“ auch, aus einem 6-eckigen Kern mit 3 Flügeln, welche eine Y-Form bilden. Dieses einfallsreiche System hält die Struktur seitlich fest und bietet bei solch hohen schlanken Bauwerken eine hohe Verdrehungssteifigkeit. Zahlreiche richtungweisende Vor- und Beiträge zu Themen des Hoch- und Ingenieurbaus, verhalfen ihm in Fachkreisen zu internationaler Bekanntheit und Reputation.
Der Fritz-Leonhardt-Preis (FLP) wird in turnusmäßigen Abständen an herausragende Bauingenieure beziehungsweise Repräsentanten zeitgenössischer internationaler Ingenieurbaukunst vergeben. Die bisherigen Preisträger sind der französische Bauingenieur Dr.-Ing. Michel Virlogeux (1999, Normandiebrücke), der Stuttgarter Bauingenieur Prof. Dr.-Ing. Drs. h.c. Jörg Schlaich (2002, filigrane Tragwerke) und der Baseler Prof. Dr.-Ing. René Walther (2005, Schrägseilbrücken mit sehr schlanken Längsträgern).
Weitere Informationen unter www.fritz-leonhardt-preis.de.
Ein Foto des Preisträgers ist zu finden unter: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Baker_bw_pref.jpg
Kontakt:
Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Grundsatzreferat, Jörg Bühler Zellerstr. 26, 70180 Stuttgart, E-Mail: buehler@ingkbw.de, Tel: 0711-64971-41 Fax: -55;
Verband Beratender Ingenieure VBI, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Volker ZappeBudapester Straße 31, 10787 Berlin, E-Mail: zappe@vbi.de, Tel.: 030/260/62-240, Fax: -100;
