NewsletterDobrindt: BIM wird Standard

Foto: BMVI

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Building Information Modeling (BIM) soll bundesweit eingeführt und standardisiert werden. Dies sagte Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, am 15. Mai in Berlin bei einer Pressekonferenz. Die Digitalisierung der Planungs- und Bauprozesse müsste vorangetrieben werden. Das trage dazu bei "die Planungstiefe zu erhöhen, Kostentreue zu steigern und Risiken zu minimieren", so der Minister. Der Bund sei bereit entsprechende Projekte auszuloben.

Da man die Arbeit der Reformkommission Großbauprojekte auch von Seiten des Bundesbauministeriums in den kommenden eineinhalb Jahren im Bundesverkehrsministerium belassen will, werden die Pilotprojekte wahrscheinlich den Bereich Infrastruktur betreffen, wie VBI-Bundesvorstand Dr. Heinrich Best aus der im Anschluss tagenden Kommission berichtete.
"Die Reformkommission hat heute entschieden, dass eine 'Task Group BIM' eingesetzt wird", fasste Best das zentrale Ergebnis der Sitzung zusammen. Die Task Group wird von Verbänden aus Planung und Bauwirtschaft - darunter der VBI - und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur getragen.

Vertreter der Reformkommission unterstützen den Minister bei seinem Vorhaben, die Bauwirtschaft stärker digital zu vernetzen. Sie versicherten, dass Zweifel an der Ingenieurkunst nicht gerechtfertigt seien. Vielmehr gehe es darum, sich verstärkt dem Projektmanagement zuzuwenden. Öffentliche Großbauprojekte sollten künftig schon in der frühen Phase kostensicher mit BIM geplant werden. "Mit BIM gibt es ein digitales Abbild eines Projekts, das zu Entscheidungen zwingt, Kollisionen offenbart und Kapazitätsgrenzen aufzeigt", sagte Minister Dobrindt.

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